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Musikzimmer - News und Archiv für moderne Musik

News-Blog: Am Puls der modernen Musik [–> mehr Musik hören]

Neue Liste: Dave's Music Database: Top 50 Blues Songs of All Time [N]

Eine neue Metaliste ist verfügbar - eine Liste, die aus anderen Listen errechnet wurde. Es handelt sich um fünfzig wichtige Blues-Songs, die Dave Whitaker letzte Woche auf seinem Blog veröffentlicht hat.
Sie können fast alle Stücke abspielen.
BluesDiese Liste wurde aus neunzehn anderen Listen zusammengestellt, die beste Blues Songs aus allen Jahrzehnten enthalten.
 
 
 

Magali Noël: Fais moi mal Johnny! [N]

Vor kurzem sandte mir ein Freund den Nachruf für Magali Noël aus der New York Times. Mir war der Name nie zuvor aufgefallen. Magali Noëlle Guiffray wurde in der Türkei als Tochter französischer Diplomaten geboren. Mit 20 Jahren ging sie nach Paris zurück und wurde als Magali Noël Schauspielerin und Sängerin. Sie spielte in verschiedenen Filmen von Federico Fellini und gehörte 1956 zu den ersten Sängerinnen, die Rock 'n' Roll in französischer Sprache sangen. Ihr bekanntestes Lied war das von Boris Vian geschriebene Fais-moi mal, Johnny mit der Textzeile wie aus einem Popart-Bild von Roy Lichtenstein oder einem Comix: Fais-moi mal, Johnny, Johnny, Johnny - Envole-moi au ciel... zoum! - Fais-moi mal, Johnny, Johnny, Johnny - Moi j'aim' l'amour qui fait boum! (dem Sinn nach: Nimm mich heftig, Johnny, hülle mich mit dem Himmel ein - zack! - Nimm mich heftig, ich liebe die Liebe, wenn sie macht - bumm!). Es ist interessant, die frühen europäischen Adaptationen von Rock 'n' Roll, wie sie in Frankreich und Deutschland gemacht wurden, miteinander zu vergleichen. Deutscher Rock 'n' Roll klingt stets nach Country, weil Deutschland während der Nazizeit den Swing verbot und damit die afroamerikanischen Elemente der Musik kaum bekannt waren - sicher nicht im Meanstream! In Frankreich hingegen klingt Rock 'n' Roll nach Swing. Hier konnte man an etwas Bekanntes anschliessen.
Magali Noëlle verstarb am 23. Juni an der Côte d’Azur, vier Tage vor ihrem 84. Geburtstag.

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Aus der Video-Datenbank: FKA Twigs: M3LL155X (Musikvideo) [N]





Die M3LL155X EP von FKA Twigs als Video. Die perfekte Einheit von zeitgenössischer Musik, Tanz und Video. Hyper-Voodoo.

Aus der Video-Datenbank: Courtesy: Jungle Juice (Musikvideo) [N]





Surreal oder ganz normal? Wie die zwei Protagonisten im Video mit Nahrungs- und Genussmitteln umgehen - krank und doch ganz Mensch. Eine Parabel über die ganz normale (Selbst-)Destruktion im Alltag.
Musikalisch interessant ist die spannungsgeladene Rhythmusbasis mit Krautrock-Drums und Dub-Bass, die verstörend mit Noises verzerrt werden, um den thematisierten Exzess zu untermalen.

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Kiiara: Feels [N]

Gerade bei Stereogum entdeckt: Kiiara, eine 20-jährige Singer-Songwriterin aus Illinois, mit ihrem Track Feels. Dieser Artpop-Track ist wie ein R'n'B-Song produziert mit Autotunes-Effekten, mit Glitches und metallisch glänzenden Flächen. Eine EP ist angesagt. Radar einschalten.

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Literaturhinweis: Lorenz König: Demokratisierung der Musik. Der Takt schlägt digital (NZZ) [N]

(Zürich)

Diskokugel, Bild: Simon Tanner, NZZ
Lorenz König schrieb unter dem Titel «Demokratisierung der Musik. Der Takt schlägt digital» einen Artikel, der in knapper Form die Funktionsweise der Musikwirtschaft der Gegenwart erläutert. Wo früher Konzerte dafür da waren, CD-Verkäufe zu promoten, ist es heute genau umgekehrt: Mit aufgenommener Musik lässt sich kaum mehr Geld verdienen. Die Veröffentlichungen promoten die Live-Konzerte. Tanner legt dar wie der digitale Markt aus der Perspektive der Fans und der Musiker aussieht.

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Über Musikzimmer

Musikzimmer ist ein Online-Katalog für moderne Musik, der von Christian Schorno betrieben wird, einem Musikliebhaber, Kurator und Dozenten für Populäre Musik aus Zürich.

Die Frontseite von Musikzimmer berichtet regelmässig über aktuelle Musik und über musikgeschichtliche Zusammenhänge. Die Beiträge verweisen auf Inhalte im datenbankgestützten Katalog. Hier auf der Titelseite und auf der Schaufenster-Seite gibt es immer aktuelle und interessante Musik zu hören und Videos zu schauen.

Christian Schorno bietet verschiedene Dienstleistungen im Zusammenhang mit Musik an, z.B. Popquishows oder Vorträge.

Schreiben Sie Christian Schorno gerne eine Mail, wenn Sie Musikzimmer spannend finden oder über seine öffentlichen Popquizzes informiert werden möchten. Falls Sie auf Facebook, Google+ oder Twitter unterwegs sind, folgen Sie Christian Schorno bzw. Musikzimmer: Facebook-Logo Google+-Logo Twitter-Logo. Und natürlich: Sprechen Sie über Musikzimmer! Vielen Dank für jede Form der Unterstützung.

Leitbild

Der Kern des Musikzimmer-Projekts besteht im Aufbau und der Pflege der Datenbank. Die Datenbank enthält Informationen zu Populärer Musik, aber auch zu ihren Einflüssen, Grenzbereichen und Auswirkungen: zu Jazz, Blues, Folk, Country, moderner Klassik oder Improvisation – kurz, zu allem, was man als moderne Musik bezeichnen kann. Populäre Musik ist eine historisch und kontextuell bedingte künstlerische Ausdrucksform. Die enthaltene Musik soll möglichst weite Teile der Geschichte der Populären Musik wiederspiegeln. Da gehört Pop für die Massen (Abba oder Backstreet Boys) genauso dazu wie Musiker/-innen und Bands, die in Nischen leben (Focus Group oder Deafheaven), Musik der Zentren (New York, Los Angels, Nashville, London, Berlin) genauso wie Musik der Peripherie (Missisippi Delta, Seattle, Bristol), Musik, die bei kleinen und unabhängigen Labeln («Indies») verlegt wird und Musik von den drei weltweit operierenden «Majors».
Ein zweites Projekt besteht darin, die Musik digital zu archivieren, die in der Datenbank erfasst ist. Dieses Archiv für Moderne Musik soll der Zielgruppe der Forschenden und künstlerisch tätigen Personen zugänglich gemacht werden. Hierfür gibt es zur Zeit aber noch keine erschwinglichen und administrativ bewältigbaren Lizenzmodelle. Deshalb ist das Archiv vorläufig privat.

Zweck des Projekts

Die Musikzimmer-Datenbank dient zuerst der Systematisierung der Musiksammlung von Christian Schorno und damit letztlich seiner Tätigkeit als DJ, Kurator von Popquizshows oder Dozent. Die Stärke der Internet-Technologie besteht darin, dass die private Arbeit stets öffentlich sichtbar ist. Ein privater Nutzen ist damit zugleich der Nutzen der gesamten interessierten Öffentlichkeit.

Musikzimmer hat viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Musikdatenbanken (z.B. Discogs, AllMusic, Rate Your Music). Zunächst sind die Daten nicht in sich geschlossen: Es gibt in der Musikzimmer-Datenbank zahlreiche Verweise zu anderen Datenbanken, zu Rezensionen und zu schriftlichen sowie audiovisuellen Quellen. Auch zwischen Videos, Songs und Veröffentlichungen gibt es eine gegenwärtig rasch steigende Zahl von Verlinkungen. Schliesslich ist die Musikdatenbank mit dem digitalen Archiv verknüpft (diese Funktion kann allerdings aus urheberrechtlichen Gründen nicht öffentlich gemacht werden).

Aktuelle Rezensionen aus andern Musikblogs

Rezensionen neuer Alben (Quellen: Pitchfork, TinyMixTapes, DustedMagazine, NoRipCord, Metacritic). Das Widget stammt von Surfing-Waves.