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Musikzimmer - News und Archiv für moderne Musik

News-Blog: Am Puls der modernen Musik [–> mehr Musik hören]

Ben E. King, Interpret zeitloser Songs verstorben [N]

Ben E. King von den Drifters, deren Sänger er zwischen 1958 und 1960 war - ihrer besten Zeit -, verstarb am 30. April in Hackensack, New Jersey. King gehörte zur Generation der afroamerikanischen Sänger, die als erste den Soul in die Hitparaden der Welt brachten.


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Chelsea Wolfe: Iron Moon [N]

Treblezine-Liebling Chelsea Wolfe hat einen neuen Track mit Metal-Crossoverpotential gepostet: Iron Moon. Der Etheral/Witchhouse-Act steht damit mit einem Bein im Numetal-Genre. Nun Goth und Metal wohnten schon immer gleich um die Ecke ... Laut hören!

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Musikalisches Esperanto. Der ESP-Labelkatalog [N]

ESP-Disk Illustration von der Webseite: espdisk.comAm 19. April 2015 verstarb Bernard Stollman, der Gründer des ESP-Disk-Labels. ESP-Disk ermöglichte und dokumentierte ab 1963 verschiedene Formen radikal-moderner Musik aus New York. Die Stadt war damals weissgott nicht arm an Künstler/-innen und Musiker/-innen, die an ihrer Freiheit des Ausdrucks arbeiteten und deren Musik sich folglich jenseits aller Kategorisierung befand. Da waren Freejazzer wie Albert Ayler, Aktivisten wie Tulli Kupferberg von der Band The Fugs, die der Beatbewegung neue mit Dada verwandte Impulse gaben, oder die Band Cromagnon, die als erste eine Musik machten, die zehn Jahre später Industrial hiess.
«ESP» steht kurz für «esperanto based music». ESP-Disk steht noch heute für die universelle Sprache der artistischen Freiheit.


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Dummy Picks: First Quarter 2015 [N]

Der britische Blog DummyMag veröffentlichte einen Mix mit 15 Höhepunkten aus dem ersten Quartal des laufenden Jahres. Zusammengestellt wurde die Musik von den Journalist/-innen des Organs.
Der Staff-Mix besteht laut Selbstaussage aus «Hi-tech Rollern», aus «Noodling Techno», «electronischen Balladen», «melodischem House» und aus «Out-and-out Pop Music». Hier kommen Sounds, die mindestens so gut klingen, wie diese Genrebezeichnungen: Gegenwartsmusik für Ihre immer offenen Ohren.

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Adrian Sherwood’s Post-Punk Productions [N]

Von Adrian Sherwood kam ein Sampler heraus, der die frühen Arbeiten des Dub-Botschafters auf seinem On-U-Sound-Label versammelt Sherwood At The Controls (Vol. 1): 1979-1984. Das Dummy-Magazin brachte eine kommentierte Playliste von Arthur Ivan Bravo heraus, die ein paar der wichtigsten Tracks von Sherwood präsentiert, zum Beispiel Threat to Creation von den New Age Steppers & Creation Rebel (1981)

oder das kleine relativ unbekannte Juwel von Robert Wyatt mit Hugh Hopper: Amber & the Amberines (die B-Seite zu seiner Biko-Single), das Sherwood produzierte.

Adrian Sherwood ist besonders auf dem Kontinent nicht ganz so bekannte Musikgeschichte. Der Engländer war einer der Treibkräfte der Postpunk-Zeit (1978-1984). Postpunk war eine der innovativsten Abschnitte der Musikgeschichte – ein hauptsächlich britisches Phänomen. Die Losung junger Bands hiess damals: «Wir spielen keinen Blues mehr!» oder positiver «Wir lassen uns von allem inspirieren, ausser von den Stilen, die für die Hippie-Generation wichtig waren». Dub war neben Disco, Funk, Elektronischer und Geräuschmusik (Noise) einer dieser Stile. Adrian Sherwood war einer der Hauptexponenten, die diese damals noch recht neue Producer-Musik aus Jamaica in England bekannt machten. Nach den Postpunk-Jahren war Sherwood als Remixer vieler Mainstream-Acts tätig: zu seinen Auftragsgebern gehören Primal Scream, Sinéad O'Connor, Coldcut oder Depeche Mode.

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Über Musikzimmer

Musikzimmer ist ein Online-Katalog für moderne Musik, der von Christian Schorno betrieben wird, einem Musikliebhaber, Kurator und Dozenten für Populäre Musik aus Zürich.

Die Frontseite von Musikzimmer berichtet regelmässig über aktuelle Musik und über musikgeschichtliche Zusammenhänge. Die Beiträge verweisen auf Inhalte im datenbankgestützten Katalog. Hier auf der Titelseite und auf der Schaufenster-Seite gibt es immer aktuelle und interessante Musik zu hören und Videos zu schauen.

Christian Schorno bietet verschiedene Dienstleistungen im Zusammenhang mit Musik an, z.B. Popquishows oder Vorträge.

Schreiben Sie Christian Schorno gerne eine Mail, wenn Sie Musikzimmer spannend finden oder über seine öffentlichen Popquizzes informiert werden möchten. Falls Sie auf Facebook, Google+ oder Twitter unterwegs sind, folgen Sie Christian Schorno bzw. Musikzimmer: Facebook-Logo Google+-Logo Twitter-Logo. Und natürlich: Sprechen Sie über Musikzimmer! Vielen Dank für jede Form der Unterstützung.

Leitbild

Der Kern des Musikzimmer-Projekts besteht im Aufbau und der Pflege der Datenbank. Die Datenbank enthält Informationen zu Rock, Pop und Electronica, aber auch zu deren Einflüssen, Grenzbereichen und Auswirkungen: zu Jazz, Blues, Folk, Country, moderne Klassik, Improvisation, ... – zu allem, was man als moderne Musik bezeichnen kann. Populäre Musik ist eine historisch und kontextuell bedingte künstlerische Ausdrucksform. Die enthaltene Musik soll möglichst weite Teile der Geschichte der Populären Musik wiederspiegeln. Da gehört Pop für die Massen (Abba oder Backstreet Boys) genauso dazu wie Musiker/-inen und Bands, die in Nischen (Focus Group oder Deafheaven) leben, Musik der Zentren (New York, Los Angels, London) genauso wie Musik, die an der Peripherie blüht (Missisippi Delta, Seattle, Bristol).
Ein weiteres Projekt besteht darin, das Archiv für Moderne Musik (Daten und Musik) der Zielgruppe der Forschenden und künstlerisch tätigen Personen zugänglich machen zu können. Hierfür gibt es zur Zeit leider noch keine erschwinglichen und administrativ bewältigbaren Lizenzmodelle.

Zweck des Projekts

Die Musikzimmer-Datenbank dient zuerst der systematisierung der Musiksammlung von Christian Schorno und damit letztlich seiner Tätigkeit als DJ, Kurator von Popquizshows oder Dozent. Das Schöne an der Internet-Technologie ist, dass die private Arbeit stets öffentlich sichtbar ist. Der private Nutzen ist zugleich der Nutzen der gesamten interessierten Öffentlichkeit.

Musikzimmer hat viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Musikdatenbanken (Discogs, AllMusic, Rate Your Music). Zunächst sind die Daten nicht in sich geschlossen: Es gibt viele Verweise zu den genannten Datenbanken, zu Rezensionen und zu schriftlichen sowie audiovisuellen Quellen. Es gibt eine gegenwärtig rasch steigende Zahl von Verlinkungen zwischen Videos, Songs und Veröffentlichungen. Die Musikdatenbank ist mit dem digitalen Archiv verknüpft (diese Funktion ist allerdings nicht öffentlich zugänglich).

Aktuelle Rezensionen aus andern Musikblogs

Rezensionen neuer Alben (Quellen: Pitchfork, TinyMixTapes, DustedMagazine, NoRipCord, Metacritic). Das Widget stammt von Surfing-Waves.