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Song «Bohemian Rhapsody» von Queen.
Fakten
Veröffentlichungsdaten: 1975 10 31 (Single), 1975 12 02 (Album)
Label: EMI EMI 2375, Elektra 7E 1053
Songwriter Freddie Mercury
Produktion: Roy Thomas Baker & Queen
Genre: Rock - Corporate-Rock - Progressiverock
Annotationen
«Bohemian Rhapsody» hat eine Rhapsodie und hat mehrere distinkte Teile: Eine Pianoballade, die a-cappella beginnt, ein opernhafter Teil («operatic part»), ein rockiger Teil und einen Schluss (Coda), der die Pianoballade vom Anfang wieder aufnimmt.
«Bohemian Rhapsody» ist einer der bemerkenswertesten Songs der 1970er Jahre – das Material aus dem Rockgeschichte gebaut ist. Zum Beispiel war «Bo Rhap» mit seiner Länge von fast sechs Minuten eine überlange Single, die eigentlich keine Chance hatte, am Radio gespielt zu werden. Dennoch wurde der Song ein Top-Hit. Der «operatic part» des Songs soll aus nicht weniger als 180 unterschiedlichen Vokal-Overdubs auf dem Tonband zusammengeschnitten sein. Drei Wochen Studioarbeit waren nötig, um den Song aufzunehmen..
Gegen den Willen des Labels wurde «Bo Rhap» als Single veröffentlicht und ging mit Hilfe von Radio DJ Kenny Everett, der den Song rauf und runter spielte, bis ganz London ihn kannte, auf Platz 1 der britischen Hitparade, wo er für 9 Wochen verblieb. In den USA schaffte die Single es auf Platz 9. Auch hier wurde die Single von einem Radio DJ Paul Drew «gepusht». DIese DJs veranstalteten mit «Bo Rhap» eine Art Palastrevolution im Feld des Radios.
Nach dem Tod von Freddie Mercury toppte «Bo Rhap» noch einmal die britischen Charts und schaffte in den USA nun Platz 2. In Grossbritannien ist «Bohemian Rhapsody» die am drittmeisten verkaufte Single aller Zeiten. Sie wurde hier 1,25 Millionen mal verkauft. Gerade dieses Jahr wurde der Song von der RIAA als diamantener Track ausgezeichnet – für über 10 Millionen zertifizierte Einheiten in den USA. Auf Spotify wurde der Song 1,6 Milliarden Mal gestreamt. Auf Youtube zusätzliche 1,4 Milliarden Mal.
Interpretationen
Viele Fans und Kritiker glauben, dass Freddie Mercury mit «Bohemian Rhapsody» öffentlich gesteht, schwul zu sein. Ich finde diese Deutung falsch, weil Mercury sein Privatleben bis kurz vor seinem Tod streng geheim hielt und nie über solche intimen Themen sprach.
Seit den Beatles gibt es in der Rockmusik eine alte Gewohnheit: Man sucht in den Songtexten nach tieferen Bedeutungen und fragt sich, was die Band oder der Songwriter wirklich sagen wollte. Besonders bei Texten, die nicht auf den ersten Blick klar sind – wie bei «Bo Rhap» –, nimmt man an, es gäbe versteckte Codes oder Botschaften, die man knacken muss.
Aber was, wenn das alles Quatsch ist? Anstatt nach einer geheimen Nachricht zu graben, sollte man bei diesem Ausnahme-Song lieber fragen: Wie sind diese Song verfasst? Welche besonderen Merkmale haben die Lyrics? So kommt man zu völlig neuen Einsichten. Statt eines Coming-outs entdeckt man dann Dinge wie die Textur des Texts oder seine Intertextualität. Die «innere Beschaffenheit des Texts» ist viel ergiebiger, als immer nach privaten Geständnissen zu suchen – eine schlechte Angewohnheit von Musikjournalisten und des Fans.
Querverweise
– zum «making of» von Queen: Inside The Rhapsody
– zum Feature von Polyphonic: Understanding Bohemian Rhapsody, das den Song als coming-out Track von Freddie Mercury interpretiert
– zum Feature von David Bennett: A Brief Analysis of Bohemian Rhapsody
– zum Feature von Rick Beato: What Makes This Song Great? QUEEN: Bohemian Rhapsody
– zum Sound On Sound Artikel über den Aufnahmeprozess
Personen und Querverweise
Queen
Freddie Mercury
Roy Thomas Baker
Queen
Lyrics
[Intro] Is this the real life? Is this just fantasy? Caught in a landslide, no escape from reality Open your eyes, look up to the skies and see I'm just a poor boy, I need no sympathy Because I'm easy come, easy go, little high, little low Any way the wind blows doesn't really matter to me, to me [Verse 1] Mama, just killed a man Put a gun against his head, pulled my trigger, now he's dead Mama, life had just begun But now I've gone and thrown it all away Mama, ooh, didn't mean to make you cry If I'm not back again this time tomorrow Carry on, carry on as if nothing really matters [Verse 2] Too late, my time has come Sends shivers down my spine, body's aching all the time Goodbye, everybody, I've got to go Gotta leave you all behind and face the truth Mama, ooh, (Any way the wind blows) I don't wanna die I sometimes wish I'd never been born at all [Verse 3] I see a little silhouetto of a man Scaramouche, Scaramouche, will you do the Fandango? Thunderbolt and lightning, very, very fright'ning me (Galileo) Galileo, (Galileo) Galileo, Galileo Figaro magnifico But I'm just a poor boy, nobody loves me He's just a poor boy from a poor family Spare him his life from this monstrosity Easy come, easy go, will you let me go? Bismillah! No, we will not let you go (Let him go!) Bismillah! We will not let you go (Let him go!) Bismillah! We will not let you go (Let me go) Will not let you go (Let me go) Will not let you go (Let me go) Ah No, no, no, no, no, no, no (Oh mamma mia, mamma mia) Mamma mia, let me go Beelzebub has a devil put aside for me, for me, for me! [Verse 4] So you think you can stone me and spit in my eye? So you think you can love me and leave me to die? Oh, baby, can't do this to me, baby! Just gotta get out, just gotta get right outta here! [Outro] Nothing really matters, anyone can see Nothing really matters Nothing really matters to me Any way the wind blows