Willkommen im Musikzimmer! Dies sind die empfohlenen Inhalte, Neuerscheinungen und Veranstaltungsankündigungen.
Comeback-Album
Ein «Comeback-Album» ist ein Studioalbum, das nach langer Absenz eines Acts in der Öffentlichkeit, Jahre nach der Trennung einer Band oder nach langer kreativer Durststrecke eines Acts herauskommt. «Comeback-Alben» sind vielfach Alterswerke.
Gründe für eine Fortsetzung der Karriere nach längerer Pause sind:
- Das Wiederaufflammen der kreativen Energie oder das Bedürfnis, neue Songs zu veröffentlichen.
- Der Versuch, nach einem Karrieretief oder einem musikalischen Flop mit kreativer Neuausrichtung und verändertem Sound (oft mit neuem Produzenten) neuen Erfolg zu haben.
- Kapitalisierung des Namens mit lukrativen Konzerten oder einer Tournee (plus Merchandising-Einnahmen).
- Ein anhaltend starkes Interesse der Öffentlichkeit führt zu Druck von Seiten der Plattenfirmen oder Fan(clubs). Zuweilen passt ein Comback zu einer stattfindenenden Nostalgiewelle.
- Die Versöhnung von Bandmitgliedern nach kreativen, persönlichen oder rechtlichen Konflikten.
- From Elvis in Memphis (1969) erschien nach Jahren minderwertiger Hollywood-Filme und musikalischer Irrelevanz.
- The Next Day (2013) erschien ohne jede Vorankündigung nach zehn Jahren absolutem Rückzug aus der Öffentlichkeit und Gerüchten über einen schweren gesundheitlichen Verfall.
- American Recordings (1994) holte die im Country-Mainstream vergessene Legende durch reduzierte Akustik-Songs ins Scheinwerferlicht zurück und gewann neue Fans aus der Ecke der Alternative- und Indie-Musik.
- Voyage (2021) kam 40 Jahre nach ihrem letzten gemeinsamen Studioalbum heraus, auch um die neue Avatar-Show anzukündigen.
- Back in Black (1980) erschien nur wenige Monate nach dem tragischen Tod von Frontmann Bon Scott. Die Band formierte sich mit Brian Johnson neu und schuf eines der meistverkauften Alben aller Zeiten.
- Private Dancer (1984) machte Tina Turner im Alter von 44 Jahren zum globalen Megastar, nachdem sie sich wegen häuslicher Gewalt von Ike Turner getrennt hatte und ein paar Jahre lang weg vom Fenster war.
- Mit Permanent Vacation (1987) gelang der Band der Sprung ins MTV-Zeitalter. Sie liess die massiven Drogenproblemen und die häufigen Besetzungswechsel hinter sich.
- Two Against Nature (2000) war das erste Album nach 20 Jahren Pause. Es gewann prompt vier Grammy Awards, unter anderem denjenigen für das «Album des Jahres».
- Mit Believe (1998) landete die fast 52-jährige Cher den grössten Hit ihrer Karriere und erfand sich mit Autotune als Dance-Pop-Ikone neu.
- Bat Out of Hell II: Back into Hell (1993) erschien 16 Jahre nach dem legendären ersten Teil. Meat Loaf konnte nach einem Stimmverlust, nach einer Pleiten und vielen Streitigkeiten an alte Zeiten anknüpfen.
- Endless Wire (2006) war das erste Studioalbum der verbliebenen Mitglieder Pete Townshend und Roger Daltrey nach 24 Jahren.
- Chinese Democracy (2008) ist nach 15-jähriger Produktionszeit, geschätzten 13 Millionen Dollar Kosten und einer komplett ausgetauschten Bandbesetzung um Axl Rose das vermutlich eindrpcklichste Comeback-Projekt der Rockgeschichte.
- A Momentary Lapse of Reason (1987) war das erste Album nach Jahren mit rechtlichen Auseinandersetzungen über den Namen «Pink Floyd». Mit dem Album bewiesen die drei verbleibenden Bandmitglieder, dass sie auch ohne Songwriter Roger Waters Stadien zu füllen vermochten.
- Mit No Exit (1999) kehrte die New-Wave-Band 17 Jahre nach ihrer Trennung zurück und landete mit der Single Maria gleich wieder einen weltweiten Nummer-1-Hit.
- Californication (1999) erschien nach einem kreativen Durchhänger («One Hot Minute») und der Rückkehr des clean gewordenen Gitarristen John Frusciante. Das Album wurde das kommerziell erfolgreichste der Band.
- Brave New World (2000) markierte die triumphale Rückkehr von Sänger Bruce Dickinson und Gitarrist Adrian Smith nach den von Fans kritisch gesehenen 90er-Jahren.
- Beautiful World (2006) war das erste Album nach zehn Jahren Trennung – und das ohne Robbie Williams. Es wurde ein gigantischer Erfolg und startete ihre zweite, fast noch erfolgreichere Karrierephase.
- 2001 (1999) erschien sieben Jahre nach Dr. Dres Meilenstein The Chronic. Das Album bewies die Relevanz von Dre für den Hip-Hop der 1990er Jahre (und darüber hinaus).
- Supernatural (1999) nach einer Dekade ohne Plattenvertrag kam diese Zusammenarbeit mit jungen Popstars (u.a. Rob Thomas bei Smooth) heraus und verkaufte über 30 Millionen Einheiten und gewann 9 Grammys.
- American Idiot (2004) erschien nach einer kommerziellen Durststrecke der Band um die Jahrtausendwende. Das Trio, das als Polit-Punk-Rocker startete, erfand sich neu und schuf eine der wichtigsten Punk-Rockopern des 21. Jahrhunderts.
Link zum Inhalt: [M]