Musikzimmer Blog Post: Jessica Pratt: «Here In The Pitch»

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Jessica Pratt: Here in The Pitch

Jessica Pratt verblüfft mit «Here in the Pitch», ihrem bisher besten Album, mit immersiver und rätselhafter Stimmung.
Pratt hatte schon immer ein Händchen für ausserweltliche Klanglandschaften und intimes, nachdenkliches Songwriting. Auf ihrem vierten Album hebt sie ihr Talent auf die nächste Stufe. Sie liefert ihr bisher fesselndstes und einprägsamstes Werk ab.
Das Album beginnt mit dem üppigen und weitläufigen «Life Is». Man hört verhallte Trommeln und kaskadierende Keys und stellt eine stilistische Abkehr von ihren früheren Arbeiten fest. Sie greift – nicht nur bei diesem Song – gekonnt auf Einflüsse des Orchesterpops der 60er Jahre zurück (Beach Boys sowie Walker Brothers) und unterlegt einige ihrer neuen Songs mit sanften Bossa-Nova-Rhythmen. Diese Elemente schaffen die einzigartige Anmutung von «Here in The Pitch» und machen musikalisch einen spürbaren Schritt nach vorn, während ihre unverwechselbare Stimme und die gefühlsvolle Lyrik im Mittelpunkt stehen und für Kontinuität sorgen.
Lyrisch ziehen sich durch «Here in the Pitch» Themen wie Zeit, Transformation und Beständigkeit der Liebe. Zu den Highlights zählen «Better Hate», eine verträumte Hommage an klassischen Girlgroup-Pop mit der charakteristischen Pratt-Melancholie, oder «By Hook or By Crook» das eine 70er-Lounge-Musik-Atmosphäre mit subtiler psychedelischer Note vermittelt. Titel wie «Get Your Head Out» und «Empires Never Know» zeigen das wachsende Selbstvertrauen und die Experimentierfreudigkeit der Künstlerin. Diese Stücke gehören zu Pratts dynamischsten und faszinierendsten Kompositionen.
Während die Arrangements eine neue Weitläufigkeit aufweisen, bringt Pratt eine bei ihr zuvor nicht gehörte Intimität zum Vorschein. Songs wie «World on a String» erinnern an die gedämpfte Schönheit ihrer früheren Werke, während der reduzierte, ergreifende Schlusstitel «The Last Year» ein einfaches, aber tiefgründiges Zeugnis von Resilienz und der überdauerden Kraft menschlicher Verbindungen ablegt.
«Here In The Pitch» ist ein persönlicher Triumph für die Singer-Songwriterin. Jessica Pratt hat ihre drei bisherigen Alben mit neun ihrer bisher fesselndsten und faszinierendsten Songs übertreffen können. Ihre eindringlichen Melodien, rätselhaften Texte und vielsschichtigen Arrangements haben das potential, langjährige Fans zu begeistern sowie neue Hörerinnen und Hörer, die ihre Musik gerade entdecken, in ihren Bann zu ziehen. (AI generiert aus den Reviews von AllMusic, Pitchfork, Paste, Treblezine, Best Fit und überarbeitet)
Einflüsse
In einem Feature des Amoeba Youtube Kanals What's in My Bag? zeigt Jessica Pratt ein paar Platten von Acts, die sie beeinflusst haben: eine Greatest Hits Compilation von Mark-Almond (der Band, nicht dem Sänger!), Someday Man von Paul Williams, Nina Simone In Concert, Scott von Scott Walker, Rich Kid Blues von Marianne Faithfull, Soon Over Babaluma, Can, Poison Season von Destroyer und Domo Arigato von Durutti Column.

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