Musikzimmer Blog Post: Beyoncé: Cowboy Carter

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Beyoncé: Cowboy Carter

Das ist keine Rezension, sondern eine Meinung:
Es wird diskutiert, ob weisse Kids, die mit Dreadlocks herumlaufen, kulturelle Aneignung betreiben und Beyoncé, eine der reichsten Frauen in der Musikwelt macht dieses Album? In dieser Zeit, in der die politischen Fronten in den USA sich erneut verhärten und wir auf die unangenehmsten Wahlen in der Geschichte zu steuern? Ist das nicht dumm, ungeschickt und ein unschönes Spiel mit der kulturellen Aneignung?
Es ist schon klar, dass Beyoncé in Texas aufgewachsen ist und in einer Welt lebt, in der Country und afroamerikanische Musik gleichermassen zuhause sind. Ich ärgere mich nicht darüber, dass Beyoncé ein Country-Album macht (wenn es denn eines ist, vielleicht nennt man es besser ein «Crossover» Album). Daddy Lessons war ein grossartiger Song, den ich bis heute gerne höre. Ich ärgere mich über den Zeitpunkt von «Cowboy Carter», der unnötig provozierend wirkt.
Warum muss eine Spitzenkünstlerin andere Spitzenkünstlerinnen und Künstler covern («Blackbird» und «Joleene»)? Fördert das nicht die populistische Erzählung von der Elite, die sich selber begünstigt? Die USA würden andere Zeichen als dieses brauchen!

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