Release-Factsheet: Future Brown: «Future Brown»

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Nguzunguzu   :


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Future Brown: Future Brown ★★★

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Trackliste

  1. Room 302 (feat. Tink) - 2:59
  2. Talkin Bandz (feat. Shawnna & DJ Victoriouz) - 3:59
  3. Big Homie (feat. Sicko Mobb) - 3:15
  4. No Apology (feat. Timberlee) - 3:22
  5. Vernáculo (feat. Maluca) - 3:08
  6. Dangerzone (feat. Kelela & Ian Isiah) - 3:45
  7. Speng (feat. Riko Dan) - 3:02
  8. Killing Time (feat. Johnny May Cash, YB, King Rell) - 3:33
  9. MVP (feat. 3D Na'Tee & Tim Vocals) - 3:35
  10. Asbestos (feat. Prince Rapid, Dirty Danger, Roachee) - 2:59
  11. Wanna Party (feat. Tink) - 2:43

Alle Tracks: Future Brown.

    Cover des Releases

    Assoziierte Acts
    – Fatima Al Qadiri  [>] [D]
    – Nguzunguzu  [>] [D]
    – J-Cush  [>] [D]
    Datum (JJJJ MM TT)
    – 2015 02 24  [D]
    Label
    – Warp 262  [D]
    Genre(s)
    – Post-Millennial-Music - Digital-Underground - US-Funky [D]
    – Post-Millennial-Music - Digital-Underground - US-Funky [D]
    – Post-Millennial-Music - Electropop - Digital-Dancehall [D]
    – Post-Millennial-Music - Electrolatino - Reggaeton [D]
    Produzent(en)
    – Fatima Al Qadiri [>] [D]
    – Nguzunguzu [>] [D]
    – J-Cush [>] [D]
    Archiviert als
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    Cover des Releases

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    Cover des Releases

    • Jamie Imanian-Friedman: Group Member
    • Asma Maroof: Group Member
    • Daniel Pineda: Group Member
    • Fatima Al Qadiri: Group Member
    • Chris Barnett: Vocal Mixing
    • Alana Da Fonseca: Vocal Mixing
    • Michael 'Oncore' Gougis: Vocal Mixing
    • Dave Kutch: Mastering
    • Mike Q: Additional Production
    • Chris Tabron: Mixing

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    Interviews:
    – Jazz Monroe: Future Brown interview: «When things are definable, it’s less exciting.» (Dummy 26.2.15)
    – Geeta Dayal: Future Brown «We’re like sisters and brothers» (Groove, 26.2.15)

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    Musikzimmer-Rezension
    Das Future Brown Album der gleichnamigen Supergruppe ist der heisseste Shit unserer globalisierten Welt. Es ist die perfekte Fusion von Globalpop und Electronica und ein Wegweiser in Richtung Musik der Zukunft.
    Die vier Leute, die sich zum Projekt Future Brown zusammen taten, sind die in Senegal geborene, in Kuwait als Diplomatentochter aufgewachsene, heute in New York und Berlin ansässige Fatima Al Qadiri, die für ihre futuristischen und cineastischen Vaporwave-Releases bekannt geworden ist, die die Welt im Sturm nahmen. Dann das Producer-Paar Daniel Pineda und Asma Maroof, die unter dem beinahe unaussprechbaren Namen Nguzunguzu atemberaubend kühlen Electronic-R'n'B veröffentlichten und schliesslich J-Cush, Produzent und Labelchef von Lit City Trax. Sie sind alle Vertreter/-innen des neuen digitalen Untergrunds (siehe: Adam Harpers Vortrag Indie Goes Hi-Tech: The End Of Analogue Warmth And Cosy Nostalgia).
    Future Brown erhält aus mindestens drei Gründen grosse Aufmerksamkeit. Erstens kann man die Kategorie «Supergruppe» auf das Projekt anwenden (eine Band ist es nicht, die Mitglieder sind Produzenten, die auch als Act auftreten und veröffentlichen). Zweitens kommt das Album auf dem Label heraus, das immer wieder elektronische Musik von von Auteur-Produzenten einem breiten Publikum bekannt gemacht hat: Warp. Drittens sind als Gastsänger/-innen eine Armee von zeitgenössischen MCs mit von der Partie: Tink, Shawnna, DJ Victoriouz, Sicko Mobb, Timberlee, Maluca, Ian Isiah, Kelela, Riko Dan, Johnny May Cash, YB, King Rell, 3D Na'Tee, Tim Vocals, Roachee, Prince Rapid und Dirty Danger. Diese Frontleute sollten garantieren, dass der Nerd-Verdacht nicht greift. Future Brown ist nicht das Projekt von verstiegenen Produzenten, die sich im Studio gegenseitig übertrumpfen. Doch das sehen nicht alle so ...
    Grosse Aufmerksamkeit heisst nun nicht automatisch frenetischer Applaus. Das Album hat in den vergangenen Tagen Kontroversen zwischen Musikritikern ausgelöst, in die nun auch Fatima Al Qadiri und somit die Band verwickelt ist. Al Qadiri hat sich auf Facebook gegen falsche Implikationen in Reviews von Meaghan Garvey von Pitchfork und Alex Macphearson auf einer Getränkehersteller-Seite gewehrt. Ihr Argument lautet, dass diese Kritiker Vorstellungen an die Band heran tragen, die nicht stimmen. Zum Beispiel, dass Future Brown ein Artschool-Projekt sei, das Musik mit Street-Credibility auf eine Weise kuratiere, dass diese Musik ihre Glaubwürdigkeit verliere. Al Qadiri schreibt darauf, dass diese Musikkritiker besser Future Brown interviewt hätten, um die Wahrheit über das Projekt herauszufinden, statt Theorien an die Gruppe heranzutragen, die keine treibende Kraft hinter Future Brown seien. Das letzte Wort in dieser Auseinandersetzung ist wohl noch nicht gesprochen. Wenn man den Artikel von Macphearson liest, stösst man auf den Ausdruck von Hostilität gegen die jüngere Generation (Generation Tumbler»): «it’s music that appeals to the worst habits of generation Tumblr, by scattering rappers and vocalists such as Jamaican dancehall queen Timberlee, London grime MC Riko Dan and Chicago rising star Tink inconsequently over otherworldly, future-hood beats» oder das Dissing des PC Music Labels: «Similarly linked to this scene is the London-based PC Music label, whose shtick is to justify their amateur takes on happy hardcore with derisory grad student blather about deconstructing pop with supposedly exaggeratedly synthetic effects». Abschätzige Töne einer älteren Generation gegenüber einer Musik, die in meinen Ohren neu klingt und das ist, worauf ich, Retromania-müde, Jahre gewartet habe. Nun, neue Musik gibt es jede Woche, aber wirklich neu ist sie dann, wenn es diese alte Generation gibt, die die junge Generation nicht mehr verstehen will und kann, die dann ausfällig wird und sich abschätzig äussert. Ein gutes Zeichen also für die Zukunft der Musik, für eine Musik, die für ihre Zeit stehen kann. Nicht wie die von Sam Smith, die an der ganzen Soul-Tradition geschult ist. Solche traditionsbewusste Musik ist in meinen Ohren akademisch und nicht Future Brown.
    Zukunftsweisend ist das Projekt, weil es von den Mitgliedern, Sänger/-innen und MCs her global angelegt ist. Das Internet ist eine wesentliche Produktionsbedingung gegenwärtiger und zukünftiger Musik. Konzepte wie «Street Credibility» gehören einer alten Logik der Subkulturen an. Heute und in Zukunft geht es nicht um Mainstream vs. Subkultur, Majors vs. Indies, sondern global operierende und global vernetzte Agenten. Grime kommt nicht mehr notwendig aus Südost-London, Dancehall nicht notwendig aus Jamaica. So haben alle vier Mitglieder von Future Brown gemeinsam, dass sie Migrationsgeschichten mit sich herumtragen oder familiäre Wurzeln haben, die man nicht anders als global bezeichnen kann (siehe: Ruth Saxelby: Future Brown Makes Music For The World We Actually Live In (Fader, 4.12.14). Wir werden in ein paar Jahren sehen, ob sich diese global operierende Art des Musikmachens durchsetzen wird. Future Brown wird dann vielleicht Musikgeschichte geworden sein.

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