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Dowd [D]: The Sociology of Music   [PDF]

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2007 01 [D]
Verlag
– Sage (Newcastle upon Tyne)
Nachweis
– C.D. Bryant & D.L. Peck (Eds.): 21st Century Sociology: A Reference Handbook (Volume 2), Sage, pp.249-260
Links
– [Quelle]
Tags
– Musiksoziologie [Tag]
– Forschungsbericht [Tag]

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Wie vor ihr die Soziologie der Kultur war es lange um eine Soziologie der Musik still. Aber seit den 50er Jahren steigt die Anzahl der Publikationen fast dramatisch an.
Eine frühe Schrift, die als Vorreiterin gelten kann, war die Autobiografie von Frederick Douglas aus dem Jahr 1845, die Negro Spirituals thematisierte und das Interesse für diese Musik weckte. Eine andere frühe Quelle, die weitestgehend wirkungslos blieb, war Georg Simmels Psychologische und ethnologische Studien über Musik. von 1882. Der nächste Soziologe war Max Weber, der 1921 Die rationalen und soziologischen Grundlagen der Musik vorlegte. Sodann entstanden ethnografische Arbeiten über Konzertlokale in Chicago. Der nächste Soziologe war Adorno, der ab 1938 verschiedene Texte zur Musiksoziologie veröffentlichte. Paul Lazarsfeld und Mitarbeitende haben ab 1941 die Musikindustrie untersucht und bei den Konsumenten Konsummuster und Präferenzen untersucht. Weitere Arbeiten, die ab den 70er Jahren folgten bildeten zwei Schulen der Kultursoziologie, die «production of culture perspective» (Richard A. Peterson) und der Symbolische Interaktionismus. Bald kamen weitere hinzu: Dick Hebdiges Theorie der Subkulturen, Bourdieus Reproduktion sozialer Ungleichheit, Themen wie Globalisierung, Identitätskonstruktion und Soziale Bewegungen.
Der Überblick über die Forschung nimmt drei Felder in den Blick: die Produktion, den Inhalt (Content) und den Konsum.
Produktion
Hier werden behandelt:
– Sozialisierung von Musiker/-innen und die Karriere (Berufsbiografie)
– Organisationen, ihre Formalisierung und die Sinnkonstruktion
– Analysen der organisationalen Umwelt: Genres und Distribution
Content
Hier werden behandelt:
– Inhaltsforschung
– Formale Analysen: Innovations- und Diversitätsforschung
– Evaluations-Ansätze: Hierarchie/Distinktion und Valorisierung – wie bilden sich Werte (Wertschätzung und Abwertung) heraus und wie werden diese Wertungen aufrechterhalten?
Rezeption
Hier werden behandelt:
– Individuum und Musik: Selbst (Identitätsbildung) und Technologieforschung (Adaptation)
– Gruppen und Musik: Soziale Zugehörigkeit (z.B. zu Szenen) und Mobilisierung
– Population und Musik: Kulturelles Kapital und Omnivore (Alleskonsumierer)

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Zitierhilfe
Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.