Print-Factsheet: Wolfgang Rumpf: «Popgefühle im Äther. Popmusik – ein Tabu im ARD-Rundfunk der 1960er» (Artikel_Online)

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Wolfgang Rumpf [D]: Popgefühle im Äther. Popmusik – ein Tabu im ARD-Rundfunk der 1960er

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2006 09 19 [D]
Verlag
– Arbeitskreis Studium Populärer Musik
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Tags
– Radio [Tag]
– Jugendkultur [Tag]
– Schallplattenkrieg [Tag]
– Popmusiktabu [Tag]
– ARD [Tag]
– Theodor W. Adorno [Tag]
– Generationenkonflikt [Tag]

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bei der ARD gab es während den 60er-Jahren keine Beat- und keine Rock-Musik. Hörerinnen und Hörer, die diese Mus hören wollten, mussten auf alternative Sender umstellen, auf AFN oder RTL. Einzig Bremen brachte im TV alle 14 Tage den Beat-Club.
Welche Erklärungen gibt es für dieses Poptabu? – GVL und ARD hatten 1966/67 einen Konflikt, den «Schallplattenkrieg». Die GVL, die Verwertungsorganisation, machte Druck, dass mehr Platten gespielt werden, doch die ARD weigerte sich und spielte auch nach der Beilegung des Streits wenig Platten. Hits wie Yesterday wurden von den Radiorchestern Willy Berking (HR), Max Greger (BR), Erwin lehn (SDR) oder Horst Janowski (SWF) interpretiert, statt im Original gespielt. Diese Erklärung reicht nicht aus. Eine andere lautet: Die Msuikredakteure warenausgebildete E-Musiker oder Musikwissenschaftler, die mit Adorno die Geringschätzung der Produkte der Kulturindustrie teilten.Viele von ihnen haben selbst in diesen Unterhaltungsorchestern gespielt oder haben zusätzliches Geld mit Arrangements verdient. Das erklärt die Hochschätzung dieser Arragements und den Protektionismus der Orchester. Freilich kamen diese Arrangements bei jugendlichen Hörerinnen und Hörer nicht an. Diese wollten die originale hören. Die Redaktionen führten «Schwarze Listen» mit Interpreten und Stücken, die nicht sendefähig waren. Die Kritik richtete sich immer wieder gegen die englische Sprache und gegen die Kultur/Lebensweise der Popgeneration: Man störte sich sehr an den langen Haaren und den obszönen Gesten. Der Autor, der selbst Musikredakteur ist, hat eine Umfrage unter Kollegen gemacht, die am Ende kurz ausgewertet wird.

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Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.