Print-Factsheet: Thomas Phleps (Hrsg.) & Ralf von Appen (Hrsg.): «Pop Sounds. Klangtexturen in der Pop- und Rockmusik. Basics - Stories - Tracks» (Sammelband)

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Thomas Phleps (Hrsg.) [D] & Ralf von Appen (Hrsg.) [D]: Pop Sounds. Klangtexturen in der Pop- und Rockmusik. Basics - Stories - Tracks

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2003 [D]
Verlag
– Transcript Verlag (Bielefeld)
Tags
– Moderne Musik [Tag]
– Sound [Tag]

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Pop Sounds ist ein Sammelband mit Beiträgen zum Phänomen «Sound» in der Popmusik. Die Autoren sind Musik-, Sozial- oder Literaturwissenschaftler.
Das Buch leuchtet Aspekte von Modernität in der Musik aus. Das zentrale Thema von Pop Sounds ist «Sound», ein Begriff mit schillernder Bedeutungsvielfalt: «Sound» kann Klangfarbe eines Instruments bedeuten, die durch Effektgeräte und andere Aufnahmetechniken erzeugte Ausprägung des Klangs eines Instruments, eines Musikers bzw. einer Band, die individuelle Spielweise eines bestimmten Musikers, womit der Begriff synonym mit «Stil» verwendet werden kann. Über Sound wurde und wird viel geschrieben, aber fast nichts Systematisches. Deshalb ist dieses Buch ein erster Versuch der deutschsprachigen Wissenschaft, sich dem Phänomen zu nähern. Methodisch geht man das geistes- und sozialwissenschaftlich an und theoretisch bewegen sich die Autoren dieses Buchs zwischen verschiedenen Auffassungen des Konstruktivismus: Man findet radikal konstruktivistische Auffassungen von Sound (beispielsweise bei Thomas Phleps, der schreibt: «Sound gibt es weder auf Vinyl noch CD –: Sound gibt es nur im Kopf» (S. 12f.), nämlich als Soundzuschreibung). Ebenso findet man im gesamten Buch Autoren, die sich für die Geschichte des «Sounds» als einer durch Medien mitgeprägten Ästhetik interessieren. Vielleicht kann man das als einen «ergologischen Konstruktivismus» (Begriff C.S.) verstehen, der davon ausgeht, dass «Sound» durch die Instrumente, Effektgeräte, Technologie einer Zeit geprägt wird.
«Ergologischer Konstruktivismus» heisst in diesem Zusammenhang, dass Werkzeuge, Technologien und Instrumente Praktiken, Umgangsweisen herausbilden, die nicht allein bewusste Entscheidungen von Menschen darstellen. Technologie fungiert dabei nicht als monokausale Erklärung für Musik. Es geht vielmehr darum, dass man viele zeitgenössische ästhetische Stile als Folgen medialer Entwicklungen verstehen kann und dass dieses Verständnis verblüffend und erhellend ist.

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Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.