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Beat Hächler   :


Beat Hächler [D]: Flower Power im Land der Geranienstöcke. Queerbeet durch die Hippie-Jahre der Schweiz

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Datum (JJJJ MM TT)
– 1997 03 [D]
Verlag
– Chronos (Zürich)
Nachweis
– Stapferhaus Lenzburg. A Walk On The Wild Side. Jugendszenen in der Schweiz von den 30er Jahren bis heute. 1997. S. 80–90
Behandelte Acts Behandelte Acts
Timothy Leary [D], Sergius Golowin [D], Walter Wegmüller [D], Polo Hofer [D], Ash Ra Tempel [D], Rolf-Ulrich Kaiser [D], H.R. Giger [D]
Tags
– Babybommers 1940-1970 [Tag]
– Hotcha! [Tag]
– Landkommunen [Tag]
– Happenings [Tag]

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Walter Zürcher aus Burgdorf war ein Proto-Hippie, der schon 1955 auf dem Amslerberg das Einsiedlerleben suchte. Seine Geschichte zeigt den Weg späterer Hippies. Man verliess den Platz in der Gesellschaft, die von Arbeit, Konsum und Technologie geprägt war (Stichwort «drop-out») und suchte abseits vom Treiben ein selbstbestimmtes und kreatives Leben, das friedlich und in Harmonie mit der Natur geführt werden sollte (Stichwort «Ökopax»). Hippies reisten gerne nach Saintes-Maries de la mer, um das Lebensgefühl der Fahrenden einzuatmen. Später reisten sie auch nach dem indischen Goa.
Es gab Hippie-Szenen in Zürich und Bern. Protagonisten in Zürich waren (Hans-Heinrich Kunz, der 1967 in San Fancisco war und die dortige Bewegung miterlebte. Er galt in Zürich als einer der ersten Hippies. Zurück in der Schweiz machte er einen Posterhandel auf. Vier Monate lang gab es einen Freestore in Zürich. In Hütten und auf der Allmend gab es die ersten beiden Happenings, letzteres das «Love-In». Urban Gwerder gründete Hotcha!; «Hotcha!» war über das Underground Press Syndicate (UPS) international vernetzt. In Bern gab es früh den Kerzenkreis um den Reformpädagogen Fritz Jean Begert, dann den Kellertreff «Junkere37» mit dem Volkskultur-Forscher Segius Golowin. Es gab die «Härdlütli» mit dem jungen Polo Hofer, die sich 1971 zur Wahl stellten und einen Sitz eroberten. Die Partei konnte sich nicht nachhaltig etablieren, was typisch für die Hippies war. Diese beiden lokalen Szenen erfanden sich selbst, aber es kamen auch Einflüsse zuerst von der Beat-Literatur und dann aus San Francisco in die Schweiz. Vor allem flüchtete Timothy Leary vor den US-Behörden über Paris, Algier, Beirut und Kairo in die Waadt und dann nach Bern. Er erhielt zwar kein Asyl, doch lieferte die Schweiz ihn auch nicht an die USA aus. Es bildete sich um Segius Golowin, Walter Wegmüller und H.R. Giger die «Gruppe Aktion Asyl für Leary». Neben der eigenen Entourage kamen aus Berlin die Musiker von Ash Ra Tempel [und der Produzent Rolf-Ulrich Kaiser]. Im Sinus Studio Bern entstand die Platte Seven up.
In den frühen 70er-Jahren folgten die Experimente der [Neuen Innerlichkeit]: Landkommunen wurden Zeltlager auf der Gerenalp, Berglütli Camp, Siedlung in Spruga (Onsernonetal).

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Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.