Print-Factsheet: Milosz Matuschek: «Generation Fake» (Artikel_Online)

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Milosz Matuschek   :


Milosz Matuschek [D]: Generation Fake   [PDF]

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2016 04 04 [D]
Verlag
– NZZ (Zürich)
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Tags
– Generation - Generation Y [Tag]
– Social Media [Tag]

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Bashing der Generation Y: Ich zitiere ein paar markante Sätze: «Sie [die Gen Y] ist Allerweltsdesign, das den Anspruch erhebt, ein Unikat zu sein.» «[Gen Y] steht einmal für Zielstrebigkeit und Angepasstheit, dann wieder für eine neue Arbeitskultur. Bald will sie Karriere, bald mehr unbezahlte Ferien. Die Generation Y ist Design als Nichtdesign.» «Sie hat beschlossen, [...] Vorgängergenerationen zu kopieren, sich mit Eltern und Autoritäten in einer seltsam symbiotischen Form zu verkumpeln. Ihr Ziel ist der gleiche Miniaturwohlstand und das «gute Leben», nur mit mehr Freizeit und zum Teil bezahlt mit den Dividenden des Vermögens anderer.» «Die Generation Y gestaltet diese Entwicklung nicht, sie steht in der ersten Reihe der Konsumenten und Tech-Claqueure. Ihr revolutionärer Akt besteht darin, vor einem Apple-Store zu zelten.»
Der Autor gibt dann aber zu, dass das Problem der Gen Y nicht nur aus sich selbst zu erklären sei, sondern ein Problem des «kulturellen Zeitgeistes» sei (was immer das heissen mag). Der Zeitgeist liebt die Kopie und das Plagiat und sieht keinen Sinn darin, eigen Fussstapfen zu hinterlassen. Die sozialen Netzwerke des Internets seien ein «Resonanzraum der Nachahmung par excellence». Das angeblich spannende Leben der anderen schafft einen Druck zur Darstellung des eigenen Lebens und dadurch eine Inszenierungsspirale mit ihrem eigenen Star-System, sei es durch Selfies, Körperkult oder die blosse Fähigkeit, «likeable» zu sein. «Soziale Netzwerke sind Verlautbarungskanäle, Vergleichsbühnen und damit Eskalationsmedien für das mimetische Begehren.» Der Anspruch früherer Generationen (Babyboomer und Hippies) sei zu gross und die Verführung des Digitalen zu übermächtig, schreibt Matuschek.

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Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.