Print-Factsheet: Tom Barnes: «Science Shows There's Only One Real Way to Listen to Music» (Artikel_Online)

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Tom Barnes [D]: Science Shows There's Only One Real Way to Listen to Music

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2014 11 13 [D]
Verlag
– Music.Mic (Blog)
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– Rezeptionsbedingungen [Tag]
– Rezeption [Tag]

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Beispiel eines tendenziösen Blogposts. Wir finden zwei Argumentationslinien:
1) Wertende Forschung zum Hörerverhalten: In einem Interview erklärt die Wissenschaftlerin Poppy Crum, dass die bei Spotify erhobenen und analysierten Zahlen zum Skipverhalten heutiger Musikkonsument/-innen (siehe: Paul Lamere: The Skip) Oberflächlichkeit zum Ausdruck brächten. Es seien drei Faktoren, die eine eigentliche Musikerfahrung («genuine experience with a piece of music») ausmachten: «repeated exposure, iterations and intent». Von vornherein (apriori) wird Skippingverhalten mit oberflächlichem Hören gleichgesetzt. Warum und mit welchem Ziel Benutzer/-innen skippen, wird nicht untersucht. Was, wenn wir skippen, um im Moment die wahre Musikerfahrung zu erleben?
2) Umstrittene Theorien über die Datenreduktion von MP3-Files: Es wird ein Zusammenhang behauptet zwischen dem oberflächlichen Hören und der Kompression des MP3-Format. Bei komprimierter Musik würden 91% der Frequenzen fehlen und das mache den Konsum oberflächlich. In dem Zusammenhang präsentiert der Artikel eine Infografik von Christopher Clark zum Loudnesswar. Der O-Text dazu lautet: «The volume is then jacked up to make up for this lack of distinctiveness, and the resulting waveform is barely recognizable. Not only that, it can actually exhaust your ears to listen to it.» zweifellos sind manche MP3-Files «shitty». Aber die vorschnelle Generalisierung auf alle MP3-Dateien ist unzulässig. Heute wird Musik für MP3 produziert/abgemischt. und das klingt gut, wenn es richtig gemacht wird. Man kann digitale Musik mit der selben Liebe zum Klangdetail produzieren wie Jack White seine Vinyl Releases produzieren lässt.
Lifestyle War oder Loudness War?
Ein solcher Artikel setzt sich nicht wirklich mit der Thematik auseinander, sondern führt einen lächerlichen Lifestyle-Kampf. Es ist enttäuschend, dass Simon Reynolds so etwas zitiert.

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Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.