Print-Factsheet: Ruth Herbert: «Modes Of Music Listening And Modes Of Subjectivity In Everyday Life» (Artikel_Online)

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Ruth Herbert [D]: Modes Of Music Listening And Modes Of Subjectivity In Everyday Life

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2012 05 [D]
Nachweis
– Journal of Sonic Studies, Vol. 2, Nr. 1
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– Rezeption [Tag]
– Rezeptionsbedingungen [Tag]

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Ethnografische Studie der subjektiven Hörerfahrung.
Ein Anlass der Studie sind die Classical Album Sundays (CAS), eine Veranstaltung in London, wo sich Leute unter dem Motto A Communal and Audiophile Listening Experience treffen, um auf einer guten Stereoanlage ein klassisches Album gemeinsam zu hören. Diese Veranstaltung wurde als Reaktion auf ein immer oberflächlicheres und stets privates Musikhören gestartet.
In bisherigen Studien wurden die begrifflichen Dichotomien «Autonomes Hören» und «Heteronomes Hören» bzw. «gezieltes» und «zerstreutes Hören» unterschieden. Der jeweils erste Begriff bezieht sich auf das Hören klassischer Musik in einem Konzertsaal und der zweite auf das Sich-berieseln-Lassen mit leichter Musik. So unterschied Vernon Lee zwei Typen von Musikhörenden, «Listeners» und «Hearers» (Lee, 1933). Die ersten gehen autonom mit der musikalischen Darbietung um; sie hören auf musikalische Details und merken, wenn ihre Aufmerksamkeit abschweift (was sie als unangenehm beurteilen), die zweiten gehen heteronom mit der musikalischen Darbietung um und werden dem Abgleiten ihrer Aufmerksamkeit nicht gewahr. bei ihnen kommt auch vor, dass sie Bilder imaginieren. Diese Studie wurde mit Musikhörern durchgeführt, die Konzertsäle besuchten.
Die Autorin begann 2005 mit eigenen Studien, in denen sie die Hörerlebnisse heutiger Musikhörer untersuchte. Heute wird Musik vor allem mit Gadgets wie Telefonen und iPods gehört, also technisch vermittelt, in der Alltagswelt eines Individuums (und nicht im Konzertsaal mit anderen Hörern). in diesen Alltagswelten mag Musik allerlei Wahrnehmungen und Erlebnisse auslösen, die Aufmerksamkeit wandert von der Musik zur Umwelt. Es würde nicht richtig sein, diese Aufmerksamkeitsverteilung als nur oberflächlich zu beurteilen.
Die Autorin schliesst damit, dass Musik ein effektive Mediator subjektiver Erlebnisse ist. Musik macht es möglich, alternative Perspektiven einzunehmen und in virtuelle Realitäten einzutreten, Daher kann sie als prothetische Technologie des Geistes gesehen werden (a prosthetic technology of mind).

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Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.