Print-Factsheet: Jon Caramanica: «How a New Kind of Pop Star Stormed 2018» (Artikel_Online)

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Jon Caramanica [D]: How a New Kind of Pop Star Stormed 2018

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2018 12 20 [D]
Verlag
– New York Times (New York)
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Behandelte Acts Behandelte Acts
Katy Perry [D], Justin Timberlake [D], Lady Gaga [D], Taylor Swift [D], Florida Georgia Line [D], Drake [D], Sam Hunt [D], BTS [D], Ozuna [D], Kane Brown [D]
Tags
– Post-Millennial-Music [Tag]
– Pop 2.0 [Tag]

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«Pop Musik» hat zwei Bedeutungen: Zum einen versteht man darunter erfolgreiche Musik (Erfolg ist Erfolg in der Hitparade), zum anderen ist es ein Genre (Songs vorgetragen von Sänger/-innen, die virtuos sind mit der Stimme oder mit persönlichen Qualitäten, die eine nicht ganz perfekte Stimme kompensieren können: Rollenspiel, Tanzen, Ausstrahlung). Seit den 80er Jahren, als Pop Musik vom Dancepop Madonnas und Michael Jacksons dominiert war, waren beide Definitionen deckungsgleich: Acts, die im Feld des Pop-Genres arbeiteten, waren kommerziell am erfolgreichsten.
Im vergangenen Jahr 2018 wurde für die Autoren Jon Caramanica und Joe Cascarelli, die das Thema «Pop Musik» seit einiger Zeit miteinander diskutierten und sich entschlossen, einen umfangreicheren Artikel zum Jahresende zu publizieren, klar, dass erfolgreiche Pop Musik (erste Bedeutung von Pop Musik) nun aus verschiedenen musikalischen Feldern kommt, aus dem K-Pop (BTS), aus dem Hip-Hop (Drake), aus dem Reggaeton (Ozuna), aus dem Country (Sam Hunt oder Kane Brown), aus dem Trap. Sie nennen diese Musik Pop 2.0 und sagen von ihr, dass sie genremässig flexibel sei, dass sie kein geografisches Zentrum habe (sie ist nicht mal mehr entschieden Englisch wie früher) und dass sie aber doch von Regeln bestimmt sei. Zu diesen Regeln gehören die folgenden (der Autor spricht hier von Grammatik):
– Acts rappen und singen, sie wechseln ab oder vermischen die beiden
– Die Stimmung ist melancholisch und selten ekstatisch
– Die Produktionsweise leitet sich von der trap-Produktion her.
– Der Gesnag ist manchmal zweisprachig.
– Die Musik greift manchmal musikalische Templates von irgendwo in der Welt auf.
– Die Acts treten häufig als Featuring-Acts bei anderen Acts auf.
– Die Acts sind sehr geschickt darin, sich über Social Media zu vermarkten – sie haben gelernt, sich sowohl online als auch m Studio zu erfinden und zu profilieren.
Der Artikel zeichnet auch die groben Züge einer neueren Pop-Geschichte: Es sei eine globale Pop Musik entstanden, die eine Hybride aus allen erwähnten Feldern und Genres ist. Poprap der 90er und 00er Jahre habe diese Entwicklung vorbereitet. Dabei habe nun die Produktionsweise von Hip-Hop (Trap-Produktion) über die alte (mit handgespielten Instrumenten) gesiegt. Hip-Hop habe sich schneller als andere Genres ans Internet angepasst: Mixtapekultur, Online Distribution, Ringtones, Vine dances. Die Hip-Hop-Kultur sei dann auch im Rock (Twenty One Pilots, The 1975), im Pop und in der Country Musik (Sam Hunt oder Kane Brown) zu hören gewesen. [CS: Hier lässt sich R'n'B ergänzen, siehe: R'n'B-Renaissance] Auch die SoundCloud Rap bzw. (Emorap) Explosion von 2018 passe in diese Entwicklung.
Früher gab es Acts, die sich aus einem anderen Genre dem Pop zuwendeten. Das war stets von einem Kompromiss begleitet (und fühlte sich für Fans als Ausverkauf an).
Hip-Hop dominiert das Streaming, Latin Trap und Reggaeton die Youtube-Streams. K-Pop ist ein Blockbuster im Konzertgeschäft. Die erfolgreichsten Streaming-Küntler/-innen von 2018 sind: Drake (er sei der absolute Superstar von Pop 2.0), Travis Scott, Post Malone, XXXTentacion, Juice WRLD sowie Cardi B.
Der Artikel wurde gegen die Meinung von den Personen geschrieben, die in die aktuelle Hitparade hören und dann behaupten, das sei keine Popmusik mehr (siehe Popcast).

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