Print-Factsheet: Ueli Bernays: «Der Plattenladen ist ein Scherbenhaufen. Zerfällt jetzt die Pop-Kultur?» (Artikel_Online)

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Ueli Bernays [D]: Der Plattenladen ist ein Scherbenhaufen. Zerfällt jetzt die Pop-Kultur?

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2018 06 18 [D]
Verlag
– NZZ (Zürich)
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Tags
– Genre: Post-Millennial-Music [Tag]

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Der Artikel ist von Georg Seesslens Buch Is This The End? motiviert und zeichnet zentrale Argumente nach. Er behandelt ausserdem drei Bücher, die sich mit der Misere befassen: Michael Chabons Telegraph Avenue (2012), Virginie Despentes Vernon Subutex (2015) und Jennifer Egans Der grösste Teil der Welt (2010).
Der Text beginnt mit der Wiedergabe der von vielen empfundenen Krise in der Popmusik: «Musikfans, die mit Folk, Rock oder Punk aufgewachsen sind, rümpfen jedenfalls indigniert die Nase, wenn es um die heutige Musik geht. Techno ist ihnen zu kühl, im Hip-Hop fehlen ihnen die Harmonien, und die Pop-Stars seien nicht authentisch. Mit Abscheu oder Zynismus beschwören sie deshalb einen musikalischen Niedergang herauf.» Dem Autor geht es um die Befindlichkeit derer, die an den neuen Höchst-Umsätzen und -Gewinnen der Musikindustrie keinen Anteil mehr haben. Eingegangene subkulturelle Netzwerke, die ihre ehemaligen Protagonistas in der Vereinzelung stehen gelassen haben. Georg Seesslen steht in der Tradition linker Kulturkritik. Ihm geht es um den Gegensatz von gutem und schlechtem Pop: der erste degradiert Kunst zur Ware, der zweite erhebt Ware zur Kunst. (Schönes Worspiel! CS) Heute aber überwiege der Kommerz und habe in der Krise auch den guten Pop ins Fahrwasser der Krise gezogen. Bernays kritisiert am Buch Seesslens, dass es «aus mehr oder weniger gesicherten Annahmen bloss mehr oder weniger plausible Schlüsse zieh[e]». Bestätigt sieht er Seesslens Thesen eher in der gegenwärtigen Pop-Literatur und so kommt er zu den drei genannten Büchern.

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Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.