Print-Factsheet: Jakob Tanner: ««Nein zur Bombe – Ja zur Demokratie» Zürich als Brennpunkt der Friedens- und Antiatombewegung der 1960er Jahre» (Artikel_Print)

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Jakob Tanner [D]: «Nein zur Bombe – Ja zur Demokratie» Zürich als Brennpunkt der Friedens- und Antiatombewegung der 1960er Jahre

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Datum (JJJJ MM TT)
– 2018 01 02 [D]
Verlag
– Chronos (Zürich)
Nachweis
– Erika Hebeisen, Gisela Hürlimann und Regula Schmid (Hrsg.): Reformen jenseits der Revolte Zürich in den langen Sechzigern. Reihe: Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft Zürich (AGZ), Bd. 85
Tags
– Ostermarsch [Tag]
– Friedensbewegung [Tag]
– Atombombe [Tag]

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Der vierte Ostermarsch in der Schweiz führte im April 1966 von Andelfingen nach Zürich. Die Veranstaltung verlief friedlich, wenn auch mit begleitenden Scharmützeln und Gehässigkeiten. Die Ostermärsche waren «das Coming-out einer ausserparlamentarischen Opposition, die wiederum nachhaltige Effekte auf das politisch Imaginäre des kalten Kriegs hatten». Zum Schwarz-Weiss-Schema von westlicher Demokratie und östlichem Kommunismus gesellte sich eine Bewegung, die sich der Polarisierung des Kalten Kriegs entzog, aber vom Mainstream der «geistigen Landesverteidigung» als Makel an der Entschlossenheit der schweizerischen Wehrkraft gegen den Kommunismus wahrgenommen und entsprechend bekämpft wurde. Der Ostermarsch wurde bewilligt, aber mit grossem organisatorischem Aufwand beobachtet. Die Rhetorik, mit der über die Ostermärsche in der Presse berichtet wurde, wird untersucht: Den Teilnehmer/-innen wurde unterstellt, dass sie mehrheitlich fremd/unschweizerisch waren. Dass sie die Strasse als Ort ihrer Aktion benutzten, machte sie suspekt: Die «Strasse» war die Antithese zur «Urne», «Strasse» war verbunden mit Mob, Masse, Pöbel, wobei «Urne» das freie und selbstbestimmte Volk repräsentierte.

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Formel: Autor: «Titel». Nachweis Ort, Verlag.