Media-Factsheet: BBC: «The Swing Thing» (Musikdoku)

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BBC: The Swing Thing

Regie
– Alan Lewens [>] [D]
Acts behandelt
– Benny Goodman [D]
– Count Basie [D]
– Billie Holiday [D]
– Ella Fitzgerald [D]
– Glenn Miller [D]
– Frank Sinatra [D]
Datum (JJJJ MM TT)
– 2008  [D]
Genre(s)
– Jazz - Swing [D]
Tags
– Tanz [Tag]
– Swing-Ära [Tag]
– Jugendkultur [Tag]

Inhaltsangabe:

0:00–2:00
Swing als erste Jugendkultur der Geschichte überhaupt: Ohne Tanzen hätte es keinen Swing gegeben.
Ab 3:00
Vorgeschichte: Als reine Musik startet Swing schon ab den 1920ern, der kommerzielle Durchbruch kam erst 1935.
Ab ca. 40:00
Beginn der eigentlichen Swing-Ära mit Benny Goodman, der sich ganz auf schwarze Kreativität stützt. Goodman steht vorne als Klarinettenvirtuose (ein innovativer Musikschöpfer war er dabei nie). Der grosse Durchbruch Goodmans ereignete sich in Los Angeles 1935: 10 000 Leute sassen im Publikum! Und die Swingmusik bekommt ein Massenpublikum, da kommt dem BBC-Moderator gerade mal der Vergleich mit den Beatles in den Sinn.
Ab 50:00
Swing als Jugendkultur: Swing gibt den USA in den wirtschaftsdepressiven Zeiten der 1930er ein Gefühl von Aufschwung und einen Drift ins Freie.
Ab 54:20
Count Basie rollt von Kansas City mit seiner unglaublich tollen Rhythmik die Musik auf. Siehe bei 56.22 bis 57.10 die Nahaufnahme von Count Basie: Der Pianist spielt extrem karg und geradeso wirksam.
Ab 1:01:00
Es treten auf: Billie Holiday und Ella Fitzgerald. Zu Holidays „Strange Fruit“ ab 1.03.20.
Ab 1:7:37
Der Wind dreht: Die weisse Mittelschicht, die den Swing zuerst als moralisch fragwürdig diffamierte, portiert ihn ab Ende der 1930er-Jahre. Swing wird zum American Sound im Zweiten Weltkrieg. Er richtet die US-Soldaten in aller Welt moralisch auf.
Ab 1:09:00
Glenn Miller tritt auf mit einem Sound, der sehr organisiert ist und wenige Soli aufweist, „In The Mood“ erobert die Welt. Kein Bigband-Leader wird so sehr mit dem Zweiten Weltkrieg assoziiert wie Miller. In den beginnenden 1940ern löst Miller seine Civil Band auf, um eine Army Band zu gründen – und mit ihr vor US-Soldaten in Europa über 500 Vorstellungen zu spielen. Miller stirbt bei einem Flugzeugunglück. Die USA trauern, als wäre ein US-Präsident verstorben.
Ab. 1:17:00
Niedergang der Swingmusik: Bigbands sind zu teuer für die Nachkriegs-USA. Die Schlussminuten des BBC-Films: In den 30ern sind Sänger und Sängerinnen neben den Instrumentalisten nur zweite Garnitur. Mit Frank Sinatra ändert sich das. Sinatra mietet die Bigband an, nicht umgekehrt. Swing verlagert sein Zentrum in den 1950ern nach Los Angeles – in seinen besten Erscheinungen tritt neue Swingmusik nun an die Leute in Form von Spielfilmmusik. Kein Wunder hat dann die Swingmusik ihr Revival mit „When Harry Met Sally“.

Quelle: Christoph Merki

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