Lana Del Rey: Video Games (2011)

Beim Ansehen von Lana Del Reys Musikvideo zu ihrer Debütsingle „Video Games“ kommt schnell der Gedanke auf, dass sie den Titel ihres Songs wortwörtlich genommen hat. Das Musikvideo setzt sich nämlich aus diversen Sequenzen von altem Filmmaterial zusammen und wird ab und an unterbrochen von Ausschnitten, die Lana Del Rey mit Schmollmund beim Singen zeigen. Es ist im wahrsten Sinn ein Spiel mit Videos. Aufgrund der Qualität und des Inhaltes der kurzen Filmsequenzen lässt sich erkennen, dass sowohl sehr altes, als auch neueres Filmmaterial vorkommt. Gepaart mit Del Reys tiefer, ruhiger Stimme entsteht auf diese Weise eine nostalgische Stimmung. Das Musikvideo hat die Sängerin allein gedreht und editiert.1 Auf die Frage, ob sie etwas an der Produktion des Videos ändern würde, antwortete Lana Del Rey:

„Had I known so many people were going to watch the video, I’d have put some more eff­ort into it. I would have got my hair and make-up done and tried not to be so pouty, seeing as everyone talks about my face all the time. And I’d have put more of a storyline into it.”2

Nach dieser Aussage verwundert es auch nicht, dass sich Lana Del Rey aufgrund der nicht vorhandenen urheberrechtlichen Erlaubnis, diese Videoausschnitte zu benutzen, dann vor Gericht verantworten musste.3

Lana Del Reys Musikvideo zu „Video Games“ beschwört mit der Verwendung von Filmsequenzen aus verflossenen Tagen die Geister der Vergangenheit herauf und lässt einen am Ende mit einem seltsamen Gefühl in der Brust in die Nüchternheit der Gegenwart zurückfallen.

[youtube width=“560″ height=“315″]http://www.youtube.com/watch?v=cE6wxDqdOV0[/youtube]


American Graffiti (1973)

american-graffiti-original

American Graffiti ist ein US-amerikanischer Film aus dem Jahre 1973. Produziert wurde er von George Lucas, der auch das Drehbuch geschrieben sowie Regie geführt hat. Der Film war sehr erfolgreich und wurde unter anderem 1974 in fünf Kategorien für den Oscar nominiert (u.a. für Bestes Originaldrehbuch und Bester Film).

Die Geschichte spielt 1962 und handelt von vier Teenagern und ihrem letzten Abend vor dem Beginn der Collegezeit. Handlungsort ist die Stadt Modesto (Kalifornien), welche auch George Lucas‘ Geburtsstadt ist. Somit kann American Graffiti auch als autobiografischer Film betrachtet werden, wie Lucas selber sagt: „It all happened to me, but I sort of glamorised it. I went through all that stuff, drove the cars, bought liquor, chased girls.“1

Eine Besonderheit des Films stellt der Soundtrack dar, welcher aus 40  Rock ’n’ Roll-Titeln der 50er Jahre besteht. So hört man beispielsweise gleich zu Beginn Bill Haleys (We’re Gonna) Rock Around the Clock, später unter anderem auch Fat Dominos Ain’t that a Shame oder Chuck Berrys Almost Grown. Die Musik ist während des gesamten Filmes als eine Radioshow von Wolfman Jack, einem DJ aus den 60er und 70er Jahren, in den Autoradios zu hören. (bw)

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/American_Graffiti
http://en.wikipedia.org/wiki/American_Graffiti
http://www.moviepilot.de/movies/american-graffiti

  1. Reynolds, Simon: Retromania. Pop Culture’s Addiction to Ist Own Past. London: Faber and Faber, 2011. S. 292ff.