Linda Perhacs

Zu Beginn ihrer künstlerischen Karriere hätte sich Linda Perhacs wohl kaum vorstellen können, dass ihr Album Parallelograms rund 30 Jahre nach der Veröffentlichung im Jahr 1970 noch grossen Erfolg feiern würde. In einem aktuellen Interview mit Sound Colour Vibration erzählt die Psychedelic-Folk-Sängerin davon, dass ihre Musik zur Zeit der ersten Veröffentlichung nur dürftige Aufmerksamkeit von Musikredakteuren erlangen konnte, mit der Folge, dass ihre Musik nicht am Radio gespielt wurde.1 Entmutigt durch den Misserfolg und die zurückhaltende Unterstützung ihres Labels kehrte Linda Perhacs der Musikindustrie den Rücken und fand zu ihrer ursprünglichen Arbeit als Dentalhygienikerin zurück. 

In den folgenden Jahren aber gewann ihr Album mit dem Aufkommen des Internets nach und nach an eingeschworenen Fans. Dadurch wurde das Folk-Label The Wild Places  Anfang 2000 auf Linda Perhacs aufmerksam und verbrachte zwei Jahre damit, die Dentalhygienikerin ausfindig zu machen.2 Als Michael Piper die Künstlerin endlich erreichte und ihr von der Popularität ihres Albums berichtete, fiel diese aus allen Wolken:
Linda Perhacs: „This news from Michael was a total shock to me! It was during that time when the internet was becoming really big. Up until that time, I didn’t even own a computer, let alone know anything about the internet, but my dear friend Bill had helped me and we were starting to at least partially understand just how much interest people from all walks of life and from all over the world appreciated Parallelograms.“3

Im Jahr 2005 wurde eine digital überarbeitete Ausgabe von Parallelograms vom Folk-Label The Wild Places herausgegeben, das sich im Gegensatz zur Erstveröffentlichung gut verkaufte. Heute zählen Künstler wie Daft Punk, Devendra Banhart, Opeth, Julia Holter und Sonic Youths Kim Gordon zu ihren Bewunderern. Momentan arbeitet sie an ihrem zweiten Album4, das diesen Dezember herauskommen soll.

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Quellen

  1. Sound Colour Vibration. http://soundcolourvibration.com/2013/03/22/qa-with-linda-perhacs/ – Abgerufen: 29.11.2013
  2. Wikipedia (en). Parallelograms (album). http://en.wikipedia.org/wiki/Parallelograms_(album) – Abgerufen: 29.11.2013
  3. Sound Colour Vibration. http://soundcolourvibration.com/2013/03/22/qa-with-linda-perhacs/ – Abgerufen: 29.11.2013
  4. timelesslindaperhacs.com. About.  http://www.timelesslindaperhacs.com/About.html – Abgerufen: 04.11.2013