Werkbeschreibung: Sha na na mit „At The Hop“ live am Woodstock Festival

Es ist früh morgens 5. 30 Uhr. Die Sonne ist bereits aufgegangen und hinterlässt einen goldenen Schimmer auf den Körpern der feiernden Menge. Wer es selbst einmal erlebt hat, weiss wie sie sich anfühlen: Die ersten Sonnenstunden nach durchtanzter Nacht.

Drei Kameras stehen bereit1, als die wenig bekannten Sänger der Gruppe Sha na na lässig auf die Bühne joggen und sich in Pose bring: Die Beine breit auseinander gestellt, die Hände übereinander in den Schritt gelegt, den Kopf gesenkt. Es erinnert an trauernde Soldaten oder an einen ängstlichen Torwart. Der Pianist haut in die Tasten, das Schlagzeug zieht mit, die Stimmen singen und plötzlich tanzen zwei zappelnde Figuren in goldig schimmernden Bikerjacken wild im Morgenlicht. Die Sänger singen klatschend: „Lets go to the Hop!“ Der Rhythmus drängt vorwärts, reisst mit und beim Klaviersolo wackelt die ganze Band wie verrückt mit ihren Hintern, Armen und Köpfen.

Es ist ein Feuerwerk, welches Sha-na-na, eine Gruppe Studenten der Columbia University2 ohne Plattenvertrag3 da entzündet. Aus der ursprünglich politischen Idee, studentische Befürworter und Gegner des Vietnamkriegs mit Rock’n Roll wieder zu vereinen, entsteht ein Revival des Rock’n’Roll.4 (mwa)

Literatur:

Reynolds, Simon: Retromania. Pop Culture’s Addiction to Ist Own Past. London: Faber and Faber, 2011.

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Woodstock-Festival(Abgerufen: 25. 10. 2013).
  2. Reynolds 2011, 283.
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Woodstock-Festival (Abgerufen: 25. 10. 2013).
  4. Reynolds 2011, 283.