Elvis lives

The Ultimate Elvis Tribute Artist Event

Elvis lives Poster

Seit Elvis’ Tod 1977 versuchen sogenannte Elvis-Impersonatoren den Superstar der 50er-Jahre am Leben zu erhalten. Professionelle Elvis Impersonatoren werden Elvis Presley Tribute Artists genannt und versuchen, mit ihrer möglichst guten Interpretation des Rock’n’Roll Kings dessen Lebenswerk zu ehren und ihn würdig zu „vertreten“. Sie sind bestrebt, zusätzlich zur Imitation des Gesangs und Aussehens auch seine Mimik und Gestik exakt nachzuahmen. Elvis Imptersonatoren versuchen jede Nuance seiner Bewegungen und seines Auftretens einzufangen und wiederzugeben, um ein möglichst perfektes Abbild darzustellen1.

Unter dem Titel Elvis Lives touren verschiedene Finalisten des Elvis Presley Enterprises‘ worldwide Ultimate Elvis Tribute Artist Contests durch die USA und bieten eine Reise durch Elvis‘ Leben. Jeder Impersonator repräsentiert Elvis in einer Phase seiner Karriere, wodurch versucht wird, den King of Rock’n’Roll für einen Abend wieder zu beleben2. Für die Zuschauer dieses Rock’n’Roll Revival Events scheint Nostalgie ein treibender Faktor zu sein und der Erfolg des Events zeigt, dass die Musik der Vergangenheit auch heute noch bewegt.

.

Quellen:
LegendsInConcert.com: http://www.legendsinconcert.com/fourth-annual-elvis-lives-coast-to-coast-us-theatrical-tour-kicks-off-in-october (Zuletzt aufgerufen: 03.10.2013)
Wikipedia (en): http://en.wikipedia.org/wiki/Elvis_impersonator (Zuletzt aufgerufen: 03.10.2013)

  1. http://en.wikipedia.org/wiki/Elvis_impersonator
  2. http://www.legendsinconcert.com/fourth-annual-elvis-lives-coast-to-coast-us-theatrical-tour-kicks-off-in-october

Meat Loaf: Paradise By The Dashboard Light (1977).

meatloaf

Jim Steinmans achteinhalbminütige Rock’n’Roll-Oper „Paradise By The Dashboard Light“, eingespielt 1977 mit Meat Loaf und Ellen Foley am Mikrofon, ist ein opulentes Beziehungsdrama, hysterisch und aggressiv. Doch es ist musikalisch wie textlich auch ein Erinnerungsstück, Form und Inhalt gleichermassen evozieren den Geist des Vergangenen.

Das Werk beginnt mit einem an Chuck Berry geschulten Rock’n’Roll-Riff, ein rasanter Shuffle-Rhythmus Marke Status Quo gesellt sich dazu und Meat Loaf setzt ein mit der Zeile: „I remember every little thing / as if it happened only yesterday.“ Er erinnert sich, wie er mit der Liebsten im Chevy sass, unten am See, ihr von Sekunde zu Sekunde näher kommt – und Ellen Foley stimmt mit ein, mit der prominenten Zeile: „We were barely seventeen and we were barely dressed.“ Nach 1:40  werden weitere Stimmen aus der Vergangenheit hörbar: Ein doo-wop-artiger Frauen-Backgroundchor kommt dazu; textlich bewegt sich der Song mittlerweile auf dem vulgären Niveau des klassischen Rock’n’Roll, sexuell konnotierte Wortspiele („I wanna make your motor run“ usw.) dominieren.

Diese Tendenz verstärkt sich zu Ende des ersten Abschnitts, beginnend bei 3:15. Musikalisch stark im (natürlich ebenso sexuellen) Funk eines James Brown verwurzelt, spricht ein fiktiver Baseball-Matchkommentator (Phil Rizzuto) über eine Minute lang Sätze, alles double-entendres, die hinter der Fassade eines Baseballspiels die Bemühungen des Sängers schildern, seine Partnerin endlich zum finalen Schritt zu bewegen.

Doch sie will erst wissen: „Do you love me? Will you love me forever? Do you need me? Will you never leave me?“ Hier beginnt der zweite Teil, der nach der Antwort des Sängers benannt ist :  „Let Me Sleep On It“. Ein aggressiver, nervöser Kampf zwischen Meat Loaf und Foley beginnt – hier zeigt sich in voller Pracht die Klasse der beiden Stimmen. Meat Loaf geht als Verlierer aus dem Kampf hervor und schwört ihr ewige Liebe.

Im dritten und letzten Teil des Songs – „Praying For The End Of Time“ – wird die Perspektive verschoben, der Sänger berichtet nun aus der Gegenwart. Er bereut seinen Schwur, sehnt sich nach dem Ende seiner Zeit und beendet den Song mit einer langsam im Fade-Out abtauchenden Coda, deren Text lautet: „It was long ago and it was far away, it was so much better than it is today“, während gleichzeitig ihr Fazit dahinter zu hören ist: „It never felt so good, it never felt so right, we were glowing like the metal on the edge of a knife!“

Die Glorifizierung der Vergangenheit, die hier sowohl im Text als auch musikalisch erfolgt, macht „Paradise By The Dashboard Light“ zu einem Vorzeigesong nostalgischer Rockmusik. (mf)