Review: Katy Perry – PRISM (2013)

Prism_cover

„PRISM“, erschienen am 18. Oktober 2013, ist das vierte und neuste Album der US-amerikanischen Pop-Sängerin Katy Perry.1 Im Gegensatz zu ihrem vorhergehenden Album „Teenage Dream“ (erschienen 2010) wirkt „PRISM“ erwachsener und reifer, die zentralen Themen des Albums sind das Leben in der Gegenwart, Beziehungen und Selbstbestimmung.2 Dies zeigt sich unter anderem auch bereits schon am Cover, welches nicht mehr im quietschbunten Candy-Look daherkommt, sondern Katy Perry von einer natürlicheren Seite zeigt.

„Roar“ ist die erste Single, welche bereits im August vor dem Album veröffentlicht wurde.3 Die poppige Mid-Tempo Nummer ist wohl einer der eingängigsten Tracks auf „PRISM“. Einflüsse verschiedener Rock-Subgenres, wie beispielweise dem Folk Rock, Arena Rock oder Glam Rock, sind auszumachen.4 Im dazugehörigen Musikvideo sind deutliche Retro-Indizien erkennbar, startet es doch schon mit dem Indiana-Jones-Schriftzug und steht ganz im Zeichen eines klassischen Abenteuerfilms.

Neben klassischen Pop-Elementen ist auf „PRISM“ ein starker Einfluss des gegenwärtigen Electropops spürbar, speziell in den Stücken „Walking on Air“ und „This Is How We Do“. Shirley Halperlin beschrieb letzteres als einen „sunny 80s throwback“-Song.5 Dies liegt nicht zuletzt an dem schwedischen Songwriter Klas Åhlund, der auch für seine Zusammenarbeit mit Pop-Grössen wie Robyn oder Madonna bekannt ist. Åhlund wirkte als Co-Writer sowie Produzent an „PRISM“ mit.6Auch in weiteren Songs sind klare Electro-Elemente zu erkennen, wie unter anderem in der 2. Singleauskopplung und Pop-Rock-Ballade „Unconditionally“.

Der poppige respektive Electropop-Stil wirkt nicht eintönig. So bietet „Dark Horse“ (feat. Juicy J) einen Electro-Hip-Hop-Trap-Mix7und „Legendary Lovers“ vereint Einflüsse aus Country und orientalischer Musik8. „PRISM“ kommt mit seinen vielseitigen Bezügen als abwechslungsreiches und durchaus hörenswertes Electropop-Album daher. (bw)

Über Christian Schorno

Ich habe eine unstillbare Leidenschaft für Musik und Klänge. Wie viele Menschen, die so empfinden, bin ich Musiksammler geworden. Wie jeder Sammler investiere ich viel Geld und Zeit in die Sammlung. Wie einige Sammler kenne ich mich ziemlich gut mit Musik aus. Ich habe gelernt zuzuhören und über Musik zu sprechen, um andere zu motivieren, zuzuhören oder anders zuzuhören. Die Musik, die ich schätze, soll zu meiner Verfügung stehen. Ich will sie jederzeit und überall hören können. Ich habe gelernt, mein eigenes digitales Archiv aufzubauen, weil keine vorhandene Plattform genügend Kontrolle über meine Sammlung bietet.

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