Josephine Foster – I’m a Dreamer (2013)

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Das Intro des Songs ähnelt einer Szene aus einem Schwarzweissfilm.  Mit wenigen Worten singt die verträumte weibliche Stimme von der romantischen Gemächlichkeit des Seins. Die Frau singt behaglich mit einer mütterlichen Art von ihren Träumen und ihrer Liebe. Während die lauschigen Klänge wie von einem Grammophon erklingen, versinkt man unweigerlich in süsser Nostalgie. In einer Kritik von Sam Sheperd meint er zum gleichnamigen Album: „This is an album that appears to have been written, recorded and performed in an entirely different era.“1
Josephine Foster trägt die nostalgische Schwere von welcher sie singt gleichsam mit selbstverständlicher Leichtigkeit. Durch ihren bescheidenen und gemächlichen Stil fällt es einem nicht schwer, das Lied mehrere Male nacheinander zu hören. Die abwechselnde harmonische Begleitung von Klavier, Bass, sanfter Perkussion und teils mit der Mundharmonika unterstützen das wohlige Gefühl, das sich beim Zuhören einstellt.
Die Musik Josephine Fosters überzeugt durch ihre authentische Schlichtheit, welche sich selbst genügt: Das Lied besteht hauptsächlich aus leichten Nuancierungen der Worte „I’m a Dreamer“, und veranschaulicht eine warme Einfachheit, welche sich selbst genügt. „[The album] is never going to set the world alight with innovative new sounds, but these songs are perfect little gems that possess a timeless quality. A great song is a great song after all, and Josephine Foster has great songs in abundance.“2

Der musikalische Werdegang Josephine Fosters ist erstaunlich vielseitig: Zu Beginn spielte sie an Hochzeiten und Beerdigungen, nahm im Jahr 2000 ihr erstes Album („There are Eyes Above“) auf, welches hauptsächlich Ukulele-Lieder beinhaltete, gab 2001 ein Kinderlied-Album („Little Life“) heraus, und veröffentlichte bis heute neun weitere Alben3, welche von Einflüssen aus Psychedelia, Flamenco oder amerikanischem Folk geprägt sind.4
Neben der Musik malt Josephine Foster, schreibt Gedichte und unterrichtet Gesang.
In einem Interview mit Harmonic Rooms meint sie dazu: „When there is variety in the Nature: it stimulates the Nature.“ (10:00)

Auch in den anderen Songs auf dem Album „I’m a Dreamer“ erzählt Josephine mit warmer Stimme Geschichten von Begegnungen, Schönheit und Erinnerungen.
Die geerdete Musik sorgt für eine Entschleunigung im alltäglichen Leben und zaubert mit süsser Melancholie ein (vielleicht vergessenes) Lächeln leise zurück auf die Lippen.

Drei ihrer frühen Alben können hier gehört werden.
Ihre Diskographie ist hier einsehbar.

(mwu)

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