Medien und Gewinn

Im Februar ist eine Grafik und einige Varianten von ihr durch die Blogs gegeistert, die den Gewinnrückgang im Tonträgergeschäft veranschaulicht. Die ursprüngliche Grafik wurde erstellt von Bain & Company anlässlich einer Studie für das Forum d’Avignon vom 20. Oktober 2010.

BusinessInsider setzt sich kritisch mit der Grafik von Bain & Company auseinander.

Wie genau oder ungenau diese Zahlen und ihre Aufbereitung immer sein mögen: Wir sehen wie die Gewinne aus dem Verkauf von Tonträgern drastisch zurückgehen. Weil wir keine CD mehr kaufen, sondern die Musik aus dem Internet runterladen.

Doch: Solche Statistiken sind Bestandteil des Problems der Musikindustrie. Sie tragen nichts zu einer viablen (lebensfähigen) Lösung bei. Solche Diagramme werden heute nämlich so gelesen, dass die Gewinnspannen zurückgehen, weil die Konsumenten sich kriminell verhalten. Sie werden selten als Missmanagement der Industrie gelesen, die es unter lautem Klagen verpasst hat, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Industrie will, dass wir, die Konsumenten, etwas ändern, nicht aber sie selbst.
Trotz den Umsatzeinbussen bei den Major Recordcompanies machen Musiker/-innen Karriere. Die Szene ist lebendiger denn je. Gute Musik ist nicht von den Labels abhängig.

Eine andere Grafik zeigt, wie das Geld von verkaufter Musik verteilt wirt, was der Musiker am Ende erhält: 13% bei einem Major bzw. 70% des Kuchens.

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