Titelgrafik von Musikzimmer.ch

... der modernen Musik auf der Spur ...

Über Musikzimmer

Eine digitale Musiksammlung

Napster veränderte die Welt der Musik komplett. Musiker/-innen können nicht mehr vom Verkauf von Tonträgern leben, auch nicht aus den Einnahmen von Streaming-Services. Die Schallplattenfirmen (Labels) haben ihre Gatekeeper-Rolle teilweise verloren: Heute können Musiker/-innen ihre Werke im Selbstverlag, auf Bandcamp, Youtube oder Soundcloud publizieren und vereinzelt verbreiten sich solche Stücke im Internet viral (zum Beispiel das Gangnam Style Video des Südkoreaners Psy). Durch das Internet werden musikalische Erfolge noch grössere Erfolge als früher (siehe Anita Elberse: Blockbusters, 2013) und teils können im Indiebereich durch den so genannten «Long Tail» Umsatzzahlen erreicht werden, von denen frühere Künstler/-innen nur träumen konnten (siehe Chris Anderson: The Long Tail, 2009). Auf der Seite der Konsument/-innen setzen sich gegenwärtig gerade Streaming-Services durch, bei denen Musik im Abonnement nach dem «all you can eat» Prinzip zur Verfügung gestellt wird: Spotify, Apple Music, Deezer oder Tidal, um einige wichtige zu nennen.
Napster hat auch das Musiksammeln verändert. Vermutlich stellen Sie sich prototypische Sammler/-innen immer noch als Menschen mit risigen Vinyl- oder CD-Sammlungen vor: Leute, die nicht an einem Schallplattenladen vorbei gehen können, ohne hinein zu gehen und etwas zu kaufen. Die Digitalisierung hat aber auch einen neuen Sammlertypen hervorgebracht: den Filesharer. Dieser lädt sich seine Musik aus dem Internet herunter. In den frühen Zeiten des Internets gab es noch Wartezeiten, heute ist ein ganzes Album mit einer Suchanfrage gefunden, mit einem Klick in der Download-Queue und in ein paar Minuten auf dem persönlichen Computer. In Filesharing-Gemeinschaften besteht sammeln darin, hunderte, ja tausende von Alben oder Songs, die auf diesen Plattformen geteilt werden, herunter zu laden und auf Festplatten und Netzwerkspeicher (NAS) zu packen. Das ist meist mehr Musik als man je hören kann (siehe: Simon Reynolds, Retromania, 2011, p. 86ff. - Kapitel «Lost In The Shuffle» und zur Geschichte des Filesharings: Stephen Witt: How Music Got Free, 2015).
Musikzimmer und das Archiv für Moderne Musik sind in ihrem Umfang erst durch Filesharing möglich geworden. Der eine Teil, die Daten, hätten auch aus Büchern zusammengestellt werden können, dank dem Internet und Plattformen wie der Discogs-API geht das viel schneller. Das Archiv, die Musikfiles, hätten ohne Filesharing kaum in diesem Umfang zusammengetragen werden können. Der grosse Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Filesharer und dem Archiv für Moderne Musik liegt in der Kombination von Datenbank und digitaler Musiksammlung. Wo der durchschnittliche Downloader sich darauf verlassen muss, dass er einen Song oder ein Album in der Logik seiner Ablage findet, lässt die Datenbank verschiedene Suchstrategien und Sortierkriterien zu.

 

Musikzimmer ist ein Online-Katalog für moderne Musik, der von Christian Schorno betrieben wird, einem Sammler, Kurator und Dozenten für Populäre Musik aus Zürich.

Im Musikzimmer-Blog lesen Sie Blogposts über Playlisten, aktuelle Themen der Populären Musik oder über musikgeschichtliche Zusammenhänge. Die Beiträge verweisen auf Inhalte im datenbankgestützten Katalog. Auf der Homepage finden Sie auch die meisten der neu erfassten Songs und Videos als interaktive Playliste.

Musikzimmer als Projekt

Der Musikzimmer-Blog informiert über Anlässe, publiziert «Kostbarkeiten aus dem Archiv» und präsentiert kuratierte Playlisten. Der Online-Katalog von Musikzimmer ist aufgebaut wie eine Musikdatenbank und enthält Links zu Rezensionen, Zitierhilfen, Querverweise zwischen Songs, Alben und der Fachliteratur.

Der Kern des Musikzimmer-Projekts besteht im Aufbau und der Pflege der Datenbank. Die Datenbank enthält Informationen zu Populärer Musik, aber auch zu ihren Einflüssen, Grenzbereichen und Auswirkungen: zu Jazz, Blues, Folk, Country, moderner Klassik oder Improvisation – kurz, zu allem, was man als moderne Musik bezeichnen kann.
Die enthaltene Musik soll möglichst weite Teile der Geschichte der Populären Musik wiederspiegeln. Da gehört Pop für die Massen (Abba oder Backstreet Boys) genauso dazu wie Musiker/-innen und Bands, die in Nischen leben (Focus Group oder Deafheaven), Musik der Zentren (New York, Los Angels, Nashville, London, Berlin) genauso wie Musik der Peripherie (Missisippi Delta, Seattle, Bristol), Musik, die bei kleinen und unabhängigen Labeln («Indies») verlegt wird und Musik von den drei weltweit operierenden «Majors» (Universal Music Group, Sony Music Entertainment und Warner Music Group) und ihren Sub- bzw. Boutique-Labeln.

Musikzimmer ist zwar niemals so umfassend wie Youtube als Video-Archiv oder Discogs, AllMusic, Rate Your Music als Musikdatenbank. Musikzimmer bietet auch keinen Streamingservice an. Dafür beruht Musikzimmer auf einem weitgehend gepflegten Datensatz, der einzigartige Funktionen ermöglicht: Querverweise zwischen Alben, Songs und Videos, zahlreiche Verweise zu anderen Datenbanken, zu Rezensionen und zu schriftlichen sowie audiovisuellen Quellen. Schliesslich ist die Musikdatenbank mit dem digitalen Archiv verknüpft (was wie gesagt eine private Funktion darstellt).

In der Musikzimmer-Datenbank ist die Musiksammlung von Christian Schorno systematisiert. Die verwendeten Webtechnologien ermöglichen, dass aktuelle Arbeiten stets öffentlich sichtbar werden. Ein Neueingang wird in der Regel am selben Tag abrufbar.

Im Hintergrund von Musikzimmer wird die in der Datenbank enthaltene Musik im Archiv für Moderne Musik digital archiviert. Dieses Archiv soll forschenden und künstlerisch tätigen Personen zugänglich gemacht werden. Dafür gibt es zur Zeit leider noch keine erschwinglichen und administrativ bewältigbaren Lizenzmodelle - und so ist das Archiv gezwungen, vorläufig noch privat zu bleiben.

Christian Schorno

Portrait von Christian Schorno, Betreiber von musikzimmer.chChristian Schorno ist enzyklopädischer Sammler Moderner/Populärer Musik aus Zürich. Seine Musiksammlung ist zur Hauptsache digital und wird laufend auf Musikzimmer katalogisiert.

Christian Schorno arbeitet als freischaffender Kurator. Er hält Vorträge über Populäre Musik und veranstaltet Popquizshows in Lokalen, an Firmenanlässen oder Geburtstagsfesten.

Die Musik-Sammlung von Christian Schorno ist zu grossen Teilen digitalisiert, wird aber aus Gründen des Urheberrechts nicht im Internet angeboten.

– Link zur Veranstaltungsliste von Christian Schorno

– Link zur Facebook Gruppe Musikraten von A–Z

 

Screenshot SMA-WebseiteChristian Schorno ist Vorstandsmitglied des Vereins Swiss Music Archives (SMA). Swiss Music Archives sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte populärer Musik.

Kontakt

Schreiben Sie Christian Schorno gerne eine Mail, wenn Sie über seine Veranstaltungen informiert werden möchten. Falls Sie auf Facebook, Google+ oder Twitter unterwegs sind, folgen Sie Christian Schorno bzw. Musikzimmer:
Facebook-Logo Google+-Logo Twitter-Logo.

Unterstützung

Möglichkeiten, wie Sie Musikzimmer unterstützen können: Falls Sie Ihre CD-Sammlung oder Teile daraus weggeben wollen – Musikzimmer nimmt Bestände auf, die nicht bereits vorhanden sind. Fragen Sie Christian Schorno an. Es gibt eine Wunschliste mit Veröffentlichungen und Büchern. Das Archiv und Musikzimmer sind über jede Donation froh.
Falls Sie an unentgeltlicher Mitarbeit interessiert sind - Programmierarbeiten der Digitalisierung von Zeitschriften, Datenerfassung und vieles mehr.

Und: Sprechen Sie über Musikzimmer! Vielen Dank für jede Form der Unterstützung.

Verwendung fremder Inhalte

Zitierte Textpassagen sind erkennbar und wo möglich mit einem Link auf das Original versehen.

Die Bilder aus Musikzimmer.ch bestehen zum überwiegenden Teil aus Covern. Solche Cover sind ohne Quellenangabe aus dem Internet übernommen, wo sie zum Zweck des Verkaufs der abgebildeten Medien verwendet werden. Wenn Musikzimmer.ch von ihnen Gebrauch macht, geschieht das zum Zweck der Promotion des abgebildeten Produkts.

Rechte

Alle Texte von Musikzimmer.ch stammen von Christian Schorno. Die Daten in der Datenbank sind aus verschiedenen Online-Datenbanken zusammengetragen, vor allem aus Discogs, dem AllMusicGuide und RateYourMusic, teilweise auch aus Wikipedia). Diese Datenquellen werden immer in der Datenbank als Quelle miterfasst und als Link ausgegeben.

Sie dürfen alle Inhalte aus Musikzimmer.ch (Text und Bild), sofern sie vom Autor stammen, im Sinn der Creative Commons Content License: Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.5 Schweiz weiterverwenden. Das heisst, diese Inhalte dürfen nur nicht-kommerziell und unter der Bedingung verwendet werden, dass die Autorschaft (Christian Schorno und Musikzimmer.ch) genannt sind. Alle derivativen Werke müssen unter vergleichbaren Bedingungen Wiederveröffentlicht werden.

 

Daten- und Persönlichkeitsschutz

Ich habe mich im September 2011 entschlossen, keinen Google+ oder Facebook Code zu verwenden. Erstens macht vor allem der +1 Button die Ladezeiten länger und das kostet Mobile-Nutzer unnötig Geld. Auch aus Gründen des Perönlichkeitsschutzes dränge ich meinen Besucher/-innen das +1en nicht auf (es werden Daten an Google gesendet ohne dass Nutzer sich einverstanden erklären). Wer intensiv mit Google+ arbeitet (was ich auch tue) und wer meine Inhalte in Google+ veröffentlichen möchte, dem empfehle ich die Installation einer Google+1 Schaltfläche im Chrome-Browser (Plugin).
Da ich Google Analytics einsetze, wird Ihr Klickverhalten an Google gesendet. Ihre IP-Adresse wird dabei aber anonymisiert. Diese Methode ist konform mit dem deutschen Datenschutz (siehe Datenschutzbeauftragter Info (Datenschutz Blog)).