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Die neuste Rezension 31343

DJ Shadow [x>] [D]: The Mountain Has Fallen [EP] [F] [P]

CoverLabel: Mass Appeal
Erscheinungsdatum (JJJJ MM TT): 2017 07 06
Genre: Post-Millennial-Music - Trap - Traprap, Post-Millennial-Music - Trap - Undergroundrap

Der visionäre Produzent DJ Shadow hat die EP The Mountain Has Fallen veröffentlicht, aus dem Titel zu schliessen ein Nachspiel zu seinem letzten Album The Mountain Will Fall. Die vier Tracks sind Killer, wohingegen das letztjährige Album eher moderat aufgenommen wurde und ein Metascore von nur 66 Punkten schaffte.
Systematic (feat. Nas) ist ein massives Stück Underground-Hip-Hop, das Run The Jewels das Wasser reichen kann. Der Track ist bereits aus der HBO-Serie Silicon Valley bekannt. Horror Show (feat. Danny Brown) macht seinem Titel alle Ehre. Good News ist ein Instrumental-Track, der durch Wonky-Beats glänzt, die atemberaubend aus dem Zeitmass fallen. Corridors schliesslich ist eine Zusammenarbeit mit dem Filmmusik-Komponisten Steven Price, der sich für Soundtracks von Gravity oder Suicide Squad verantwortlich zeichnete. (2017 07 11)

Trackliste:

1. Systematic (feat. Nas) - 3:25 2. Horror Show (feat. Danny Brown) - 3:33 3. Good News - 3:25 4. Corridors (feat. Steven Price) - 5:08

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Zum Sinn dieser Rezensionen

Dietmar Dath schreibt in einem kuzen Beitrag in der «de:bug» (Nr. 100/März 2006, S. 55) eine im wesentlichen kantianische Antwort auf die Frage, warum wir überhaupt etwas mit Musik anfangen können: Die Liebe zur Musik ist wie jede Liebe zu einem ästhetischen Gegenstand (zur Kunst, zum Schönen) das Ergebnis der Vorstellungskraft, jenes Vermögens, das zwischen Wahrnehmung und Denken vermitteln kann. Diese Vermittlung ist nun aber nicht einfach eine ominöse Synthese von Ohr und Kopf. Die Vorstellungskraft ist das Vermögen, ein Urteil über Musik (oder eine andere Kunstform) zu finden, das auf der Wahrnehumung beruht, dabei aber möglichst alles, was man weiss, mit in Betracht zieht. Wer eine Rezension schreibt, wer einem Sinnesverwandten erklärt, weshalb eine Musik toll ist, der lebt in und mit dem Vorstellungsvermögen. Sie oder er versteht es, den ästhetischen Gegenstand einem andern vorzustellen. Das ist in etwa, was ich hier zu unternehmen trachte.

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