
Monatlich kommen in westlichen Ländern etwa 4000 neue Musiktitel auf den Markt (F. Pachet & D. Cazaly; A Taxonomy of Musical Genres (PDF), 2000, S. 1). Die selben Autoren schätzen die Zahl aller Veröffentlichungen zur tonalen (westlichen) Musik auf 4 Millionen. Nähme man alle Veröffentlichungen der nicht-westlichen Musik hinzu, verdrei- oder vervierfachte sich diese Zahl gar! Wer kann diese immensen Mengen fassen? Ein Mensch kann das nicht mehr überschauen, aber eine Datenbank kann es enthalten und jeden Titel auf Abfrage ausgeben.
Einige solcher Datenbanken sind im Internat verfügbar, allerdings enthalten Sie bei Weitem nicht alle Veröffentlichungen schlechthin. Eine Übersicht zu online zugänglicher Datenquellen bietet
, deren Liste auch Angebote enthält, die hier nicht interessieren: Sheetmusic-Datenbanken, Lyrics-Datenbanken, Rezensions-Datenbanken, Internetradiostationen etc.
Der All Music Guide (kurz «AMG») ist wahrscheinlich die grösste online verfügbare Musik-Datenbank. Sie können im AMG nach Acts/Namen, Alben, Songs und Klassischen Werken suchen ... alles lesen
Der AMG enthält fast 1,1 Millionen Einträge (Stand August 2007)
Der AMG verkauft seine Inhalte auch anderen Anbietern, beispielsweise an mp3.com: 
Discogs (kurz für Discographies) ist eine Online-Datenbank, die im Jahr 2000 als privates Projekt von Kevin Lewandowski begonnen wurde. Zuerst war Discogs die umfangreichste Datenbank für Elektronische Musik im Web und mittlerweilen sind in Discogs die Releases vieler anderer Genres zu finden wenn auch nicht in der selben Vollständigkeit. Alle Interessierten können sich registrieren und selbst Alben, EPs, Singles und andere Medien erfassen. Dabei kann jede Variante eines Releases erfasst werden, also dessen amerikanische, englische kontionentaleuropäische usw. Ausgabe. Stark ist Discogs vor allem bei Neuheiten und bei Tanz- und Clubmusik. Aber auch in den nicht so starken Bereichen wächst Discogs täglich ... alles lesen
Zu Discogs hat de:bug in der Ausgabe 102 den Artikel «Archiv mit Hinterzimmern» veröffentlicht.
Discogs hat über 1.14 Million Einträge (Stand November 2007).
Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, warum ein Computer eine Musik-CD spielen kann und vor allem, warum der Player (iTunes, Winamp usw.) oder die Software, mit der Sie CDs auf dem Computer speichern (rippen), die CD, die Tracknamen und deren Spielzeiten kennt? Diese Informationen sind nämlich nicht auf der CD enthalten, sondern müssen im Internet abgefragt werden. Eine Client-Software in Ihrem Player oder der Ripping-Software liest eine ID von der CD und schlägt die gesuchten Informationen bei Freedb oder Gracenote nach. Manchmal können Sie bei einem Player einstellen, bei welcher der beiden Datenbanken angefragt werden soll.
Sie können auf freedb.org auch direkt mittels Suchfeld nach Musik suchen. Man findet allerdings nur sehr basale Informationen wie Act, Titel, Cover, Erscheinungsjahr, Gesamtspielzeit, Trackliste mit Angabe der Dauer plus die Disc-ID.
CDDB steht für «Compact Disc Database» und ist der Markennname des Anbieters «Gracenote». CDDB hat genau die selbe Funktion wie Freedb.
Zur Geschichte von CDDB (Wiki-Zitat): «CDDB wurde 1995 von Ti Kan und Steve Scherf entwickelt, 1998 gründeten sie die gleichnamige Firma. CDDB wurde von Escient übernommen und in Gracenote umbenannt. Gracenote hält seitdem die Rechte an der Datenbank. Eine Änderung der Lizenzbedingungen im Jahre 2001 und die Einführung eines geänderten Protokolls machten den Datenbankzugriff für freie Software unmöglich. Als Alternative wurden daraufhin die Freedb-Datenbank und das MusicBrainz-Projekt gegründet.»
Infos (Gracenote):
(de) und
(en)
Amazon ist bekanntlich der grösste Internet-Medienhandel. Die Produkt-Datenbank von Amazon enthält deshalb sehr viele Alben, EPs, Singles, Videos, Bücher usw.
Sie finden Amazon Reviews, Kunden-Reviews und -Ratings.
Die von Hossein Sharifi entwickelte Applikation Rate Your Music (RYM) enthält Informationen zu Alben, EPs, Singles, Videos und Bootlegs. Hinzu kommen ein Ratingsystem, das der Applikation den Namen gibt, und die Möglichkeit, dass Benutzer Rezensionen und Diskussionsbeiträge eingeben können. Dies alles dient dazu, Benutzern Musiktipps anzubieten.
Sie finden Musik, die Ihnen gefallen könnte über die Rating-Jahreslisten, über Listenzugehörigkeiten und über Diskussionsbeiräge anderer Benutzer.
RYM enthält ca. 950'000 Einträge (Stand August 2007).
Die MusicBrainz- baut auf der Freedb-Datenbank auf, ist sozusagen deren benutzerfreundliche Applikation. Dabei verwendet MusicBrainz das wahrscheinlich elaborierteste Datenmodell.
Sie können in MusicBrainz nach Acts, Titeln, Tracks und Labeln suchen. Releases haben teils Links zu Einträgen in Wikipedia, Discogs oder Amzon. Musik, die Sie noch nicht kennen, finden Sie über den «Similar Artists»-Link.
MusicBrainz hat über 500'000 Releases eingetragen (Stand August 2007).
Die Datenbank von Musikzimmer.ch besteht aus zwei Haupttabellen: Alben und Songs (voraussichtlich ab 2008). Die Alben-Tabelle enthält vor allem reguläre Studioalben und wenig Greatest-Hits- bzw. Live-Alben. Die Datenbank ist noch im Aufbau begreifen. Gemessen an den grossen oben genannten Online-Angeboten ist sie sehr klein im Umfang, strebt aber an, für die Geschichte der modernen Musik wichtige Alben und Songs zu enthalten.
Die Musikzimmer-Datenbank enthält viele Links zu anderen Online-Ressourcen (Datenbanken, Reviews, Bestenlisten, Labelpages) und bietet mit der «Square-Discog-Navigation» eine Funktion an, über die man schnell zu verwandten Releases gelangen kann. Die Square-Discog-Navigation versucht einem Grundproblem von Datenbanken entgegen zu wirken: Man findet nur, was man nachschlägt und man schlägt nach, was man bereits kennt. Auf diese Weise lernt man in vielen Datenbanken wenig Neues kennen. Insgesamt streben die Funktionalitäten der Musikzimmer-Datenbank an, einen Release nicht als ein Individuum zu begrifen, sondern als Bestandteil einer Artist-, Produzenten-, Label-und Genre-Diskografie. Ein einzelner Release stellt einen Schnittpunkt auf diesen genannten Dimensionen dar.
Die Musikzimmer Datenbank enthält ca. 12000 Einträge (Stand August 2007)