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Powerpop (Stildiskografie)

Die Rock - Poprock - Powerpop Diskografie

Rock - Poprock - Powerpop (Stil) [→ Rock] [→ Poprock]

Beschreibung: Powerpop ist ein Mainstream Genre der Rock und Pop Musik. Es dürfte eines der beständigsten Genres sein, das seit den 60er Jahren bis heute beliebt ist und immer mal wieder revitalisiert wurde. Das Genre hat deshalb etwas Ahistorisches.
Nach der Trennung der Beatles lebte die Mainstreamrockmusik im Powerpop von Bands wie Badfinger, Rasperries oder Big Star fort. Als Punk alles Alte wegschwemmte, erwies sich Powerpop als Beständig. Viele Punk- und Newwavebands in Amerika und Britannien waren eigentliche Powerpopbands: Blondie, Stranglers, Vibrators, …
Die Kleidung von Powerpop-Gruppen steht unter dem Einfluss der 60er Mod-Szene: einfarbige Anzügen, schmalen Krawatten und Kurzhaarfrisuren. Wie die Musik hat das Auftreten der Künstler/-innen etwas gepflegt Schnörkelloses.

Vorgänger
– Rock'n'Roll - Beat - Fratrock [D]
– Rock - Poprock - Garagerock [D]

Nachfolger:
– Rock - Punk [D]
– Indiepop [D]
– Alternativerock - Neo-Traditionalrock - Britpop [D]

Weblinks: [→ Link] Logo Logo

Name: Den Begriff Powerpop hat Pete Townsend von den Who ins Spiel gebracht. In einem Interview mit dem New Musical Express sagte er: Power pop is what we play—, what the Small Faces used to play, and the kind of pop the Beach Boys played in the days of ‘Fun, Fun, Fun’ which I preferred (NME, 20. May 1967). Als Genrebegriff verwendet wurde Powerpop mutmasslich erst ab der Punkzeit, um die Musik von Acts wie Elvis Costello, Dave Edmunds Nick Lowe oder Jam zu bezeichnen.
Der Name kommt vom Gitarrenspiel, das Powerchords verwendet.

Entstehung: Urväter des Powerpops sind 60er-Jahre Mainstream-Bands wie die Who, die Kinks, die Move und die Beatles.

Musik: Powerpop hat die Energie von Rhythm'n'Blues ohne die Blueswurzeln zu teilen, Vielmehr steht die Musik in einem grösseren Zusammenhang mit der Folkmusiktradition. Mit Garagerock, Glamrock, Glitter und Punk ist Powerpop verwandt, hat aber nicht deren Schnodrigkeit. Viele Bands haben Powerpop-Balladen im Repertoire (Pretenders, Roxette), die sich vom Softrock durch eine grössere Energie auszeichnen.

Instrumente: Die Standardbesetzung einer Powerpopband besteht aus Schlagzeug, elektrischem Bass, Rhythmus und Leadgitarre. Später kommen Orgeln/Synthesizer hinzu. Folgende Eigenschaften machen Powerpop aus: Dreiminutensongs, elektrische Gitarren, die Leadgitarre spielt in der Regel ein eingängiges Riff, die Rhythmusgitarre Folkakkorde, eingängige Melodie meist mit Harmoniegesang, das Schalgzeug spielt einen kräftigen Grundrhythmus. Diese Elemente sind gradlinig und ohne Pomp oder Effekt arrangiert. Auch Solos werden kurz gehalten.

Wichtige Acts: Beatles [D], Who [D], Kinks [D], Troggs [D], Badfinger [D], Emitt Rhodes [D], Big Star [D], Chris Bell [D], Alex Chilton [D], Raspberries [D], Crabby Appleton [D], Wings [D], Ringo Starr [D], George Harrison [D], Paul McCartney [D], Flamin' Groovies [D], Todd Rundgren [D], Blue Ash [D], Brinsley Schwarz [D], Nick Lowe [D], Dave Edmunds [D], Chris Bell [D], Alex Chilton [D], Cheap Trick [D], Purple Hearts [D]

Exemplarische Releases

Exemplarische Songs [P]

– Arrows [D]: I Love Rock 'N' Roll [F] (Jake Hooker & Alan Merrill, 1975) [F]
– Flamin' Groovies [D]: Shake Some Action [F] (Cyril Jordan & Chris Wilson, 1976) [F]
– Runaways [D]: Cherry Bomb [F] (Kim Fowley & Joan Jett, 1976) [F]
– Big Star [D]: September Gurls [F] (Alex Chilton, 1974) [F]
– Cheap Trick [D]: I Want You To Want Me [F] (Rick Nielsen, 1977) [F]
– Dr. Feelgood [D]: Milk And Alcohol [F] (Nicke Lowe & Gypie Mayo, 1978) [F]


Releases (189)

Songs (74) [P]

Medien (6)

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