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Teenpop (Spartendiskografie)

Die Pop - Teenpop Diskografie

Pop - Teenpop (Sparte) [→ Pop]

Beschreibung: Popmusik, die nach dem Rock'n'Roll aufkommt und die an das Zielpublikum der Teens gerichtet ist. Alles Gefährliche am Rock'n'Roll ist entfernt. Die Sänger werden als Wunschschwiegersöhne modelliert, Sängerinnen haben zum Teil eine bemerkenswert emanzipierte Haltung (Leslie Gore). Zur selben Zeit kommen Girlgroups auf, deren Stil von brav bis frech das ganze Spektrum ausfüllen. Teenpop ist Popmusik, die vom Rock'n'Roll gelernt hat, dass ein junges kaufkräftiges Publikum sich mit einer eigenen Musik identifizieren möchte.

Substile
– Pop - Teenpop - Bubblegum [D]
– Pop - Teenpop - Girlgroups [D]
– Pop - Teenpop - Glitter [D]
– Pop - Teenpop - Philadelphia-Teenpop [D]
– Pop - Teenpop - Splatter-Platter [D]
– Pop - Teenpop - Wall-of-Sound [D]

Vorgänger
– Rock'n'Roll - Rockabilly [D]
– Rock'n'Roll - Mainstream [D]

Nachfolger:
– Rock'n'Roll - Beat - Merseybeat [D]
– Rock'n'Roll - Beat - Fratrock [D]
– Pop - Teenpop - Bubblegum [D]

Weblinks: [→ Link] [→ Link] Logo Logo

Name: Teenpop gibt es ab den späten 50er-Jahren praktisch ununterbrochen. Jede Generation bringt ihre eigenen Teenhelden (engl. Teen Idols), Boy- und Girlgroups hervor (Justin Bieber ist eines der neueren Beispiele). Das Genretag «Pop - Teenpop» bleibt im Kontext von Musikzimmer aber auf die späteren 50er- und frühen 60er-Jahre beschränkt.

Musik: Das Modell für die Teenpoper bot Pat Boone. Nach ihm kamen Paul Anka und Ricky Nelson, welche wiederum zwei verschiedene Prototypen darstellten: Paul Anka sang melodramatische Balladen mit schwachen Rock'n'Roll-Anleihen und Ricky Nelson blieb dem Rockabilly relativ treu.
Speziell viele Teen-Idols im Gefolge von Paul Anka brachte Philadelphia, der Sendeort von American Bandstand (siehe Medien-Rubrik), hervor, darunter Bobby Rydell (der beste von den dreien), Frankie Avalon und Fabian. Philadelphia hatte drei kleine Labels, die auf diese Musik spezialisiert waren: Cameo-Parkway, Chancellor und Swan. Einige Sänger wurden zu Beginn ihrer längeren Karriere als Teen Idols vermarktet: Dion (Mucci And The Belmonts), Gene Pitney, Del Shannon und der bereits erwähnte Ricky Nelson. Eine weitere Kategorie von Teen Idols waren Rock'n'Roll-Mainstreamers wie Bobby Vee, ein Buddy Holly Imitator, Ral Donner, ein Elvis Imitator oder Johnny Burnette (nach dem Rock'n'Roll Trio).

Medien: Mit dem Teenpop der späten 50er Jahre wurde das TV-Sendeformat von American Bandstand etabliert. Die Sendung wurde seit 1957 von Dick Clark moderiert. Das Prinzip war, dass die Musik eingespielt wurde während der Act playback (lipsynch) singt. Geladenes Publikum tanzt dazu und wird von der Kamera gezeigt. Das Format wurde in den USA und in Europa vielfach angewendet. Beispiele sind Soul Train (US), Top of the Pops (UK), Ready Steady Go! (UK), Beat-Club (D, 1965 -72, Gerhard Augustin, Dave Lee Travis), Musikladen (D, 1972-84) oder Disco (D, 1971-82, Ilja Richter). Das Format wurde in den frühen 80er Jahren wegen MTV obsolet.

Wichtige Acts: Rick Nelson [D], Paul Anka [D], Frankie Lymon And The Teenagers [D], Danny And The Juniors [D], Dion And The Belmonts [D], Shirelles [D], Ritchie Valens [D], Bobby Vee [D], Del Shannon [D], Gene Pitney [D], Bobby Vinton [D], Lesley Gore [D], Frankie Valli And The Four Seasons [D], Frankie Avalon [D], Fabian [D]


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