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Chanson (Spartendiskografie)

Die Europeana - Chanson Diskografie

Europeana - Chanson (Sparte) [→ Europeana]

Substile
– Europeana - Chanson - Bal-musette [D]
– Europeana - Chanson - Chanson-à-texte [D]
– Europeana - Chanson - Chanson-de-variétés [D]
– Europeana - Chanson - Chanson-réaliste [D]
– Europeana - Chanson - Nouvelle-chanson-française [D]

Name: Chanson heisst Lied (Song). Die Bezeichnung steht für eine der ursprünglichsten musikalischen Formen überhaupt (Lieder wurden wahrscheinlich immer und überall gesungen).

Entstehung: Aufgeschriebene (literarisch tradierte) Chansons gehen zurück zu den Trouveres und Troubadours des Mittelalters. Das moderne Chanson entstand wohl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Paris, wo zuerst Clubs gegründet wurden, in denen Chansons aufgeführt wurden, dann waren es die Cafés und schliesslich die Varietes - «Le Chat Noir», «Moulin Rouge» usw. Das Chanson hat sich dort zu einer Kunstform entwickelt, bei der man nicht mehr sicher ist, ob es sich um eine Form populärer oder akademischer Musik handelt. Die Texte haben literarische Qualität, die Musik wird professionell komponiert und zieht alle möglichen Register.
Chansons scheinen ihre Heimat in Frankreich, Benelux, Deutschland und Italien zu haben. Auch in der Schweiz werden Liedermacher und Popstars als «Troubadouren» (Mani Matter) und «Chansoniers» (Stephan Eicher) bezeichnet.

Musik: An der musikalischen Form des Liedes/Songs/Chansons ist interessant, dass es in soziologischer Hinsicht von Anfang an ambivalent ausgeprägt ist: Es gibt Lieder für den Hof und Lieder fürs Volk (manchmal sind es vielleicht sogar die selben, die Worte werden am Hofe etwas gewählter verwendet oder gerade nicht, wenn das als Unterhaltung amüsiert). Lieder können als ernste Musik oder als Unterhaltung vorgetragen werden: stellen Sie sich nur den Kontrast eines Schubert-Abends und eines Besuchs in einem Cabaret vor.
Das ist zum Beispiel mit den Märchen in der Literatur vergleichbar, die Volksmärchen oder Kunstmärchen sein können. Volkslieder kennt man, kann man mitsingen, sie sind populär, wer sie zuerst gesungen hat, weiss man nicht mehr; Kunstlieder werden von professionellen MusikerInnen komponiert, sie sind im Wortsinn künstlich, akademisch. Der Song im 20. Jahrhundert führt ein Zwitterdasein zwischen Volks- und Kunstlied.

Instrumente: Das stereotypische Instrument des französischen Chansons ist die Musette. Aber das instrument spielt mindestens seit den Sechzigerjahren keine Hauptrolle mehr.


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