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Die «Flamin' Groovies» Diskografie [Embed]

Flamin' Groovies – Fakten und Links

Portrait von Flamin\' GrooviesBand aus Flagge CA, San Francisco [Ort]
Aktiv: von 1965

Mitglieder: Cyril Jordan [D] (guitar, vocals) & George Alexander [D] (bass) & Danny Mihm [D] (drums, 1966-73, 1981-84) & Roy Loney [D] (guitar, vocals, 1966-71) & Tim Lynch [D] (guitar, vocals, 1966-71) & Chris Wilson [D] (guitar, vocals, 1971-81) & James Ferrell [D] (guitar, vocals, 1971-76) & David Wright [D] (drums, 1973-80) & Mike Wilhelm [D] (guitar, vocals, 1976-84) & Mark Dunwoody [D] (keyboards, 1980-84) & Brittly Black [D] (drums, 1980-81) & Autumn Eyles [D] (vocals, 1982-84) & Jack Johnson [D] (guitar, vocals, 1984-92) & Paul Zahl [D] (drums, 1984-92) & Bobby Ronco [D] (guitar, vocals, 1989-90)

Ähnlichkeitsbeziehungen zu: Big Star [D] & Raspberries [D] & Cheap Trick [D] & Charlatans [US] [D] & Flo And Eddie [D] & Marshall Crenshaw [D] & MC5 [D] & Moby Grape [D] & Nick Lowe [D] & Knack [D]

Vorläufer: Little Richard [D] & Chuck Berry [D] & Bo Diddley [D] & Buddy Holly [D] & Eddie Cochran [D] & Beatles [D] & Byrds [D] & Kinks [D] & Lovin' Spoonful [D] & Rolling Stones [D] & Chocolate Watchband [D] & Todd Rundgren [D] & Mitch Ryder And The Detroit Wheels [D] & Beau Brummels [D]

Nachfolger: Bangles [D] & Matthew Sweet [D] & Supersnazz [D] & Teenage Fanclub [D] & dB's [D] & Only Ones [D]

Labelzugehörigkeit: Snazz [D], Epic [D], Kama Sutra [D], Buddha Records [D], Sire [D], Marilyn [D], Sundazed [D], Raven [D]

Genrezugehörigkeit: Rock - Rhythm'n'Blues [D], Rock - Poprock - Garagerock [D], Rock - Poprock - Powerpop [D], Rock - Punk - Protopunk [D]

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Bemerkungen
Die Flamin’ Groovies wurden 1965 in San Francisco gegründet. Das war die Zeit als und der Ort wo die Karriere vieler Grössen der Pop- und Rock-Geschichte begann, zum Beispiel von den Grateful Dead, Santana, Janis Joplin und vielen mehr. Die Gruppe spielte nicht wie die meisten Bands der Haight-Ashbury-Szene Psychedelic- bzw. Acidrock, sondern eine Mischung von Garagerock und Rhythm’n'Blues, wodurch sie verschiedentlich mit den Rolling Stones verglichen wurden. Seit vielen Jahren gelten die Flamin’ Groovies als Wegbereiter von Punk. Ihr Amphetamin-geladener Powerpop aus den frühen 70er-Jahren wird musikhistorisch oft mit der Musik von den MC5 aus Detroit verglichen. Die Band löste sich 1992 auf, ist aber gegenwärtig wieder am Touren.

Die Flamin' Groovies in der Fachliteratur: Gedruckt erschien die 36-seitige illustrierte Biografie von Jon Storey, John Bottomley «Bucketfull of Groovies» (PDF download kostenpflichtig). Alwyn W. Turner (1998) schrieb den Artikel zu den Flamin’ Groovies im Rough Guide to Rock (engl.: 1996, dt.: 1998) Er betont den «mangelnden [kommerziellen] Erfolg» der Band und stellt diesen als die Folge zweier ästhetischer Fehlentscheidungen dar. Die Band habe sich jeweils gegen den Geschmack der Zeit gestellt und sich zugunsten ihrer «hoffnungslos unangesagten Musik, die nur Minderheiten interessierte» entschieden (Zitiert nach der deutschen Ausgabe von 1998). Das war zuerst in San Francisco, wo sie nicht wie die anderen Bands Acidrock spielten. 1966 ging die Band mit den Ramones auf Europatournee. Hier hätte sich ihnen die Gelegenheit geboten, auf den Punk- und New Wave-Zug aufzuspringen. Was sie aber auch nicht getan haben. Sie hielten am Powerpop der 60er-Jahre fest statt die neue Attitüde aufzunehmen und verpassten so zum zweiten Mal ein potentielles Publikum.

Wolfgang Doebeling (1980) erwähnt die Flamin’ Groovies in einem Aufsatz über die Malaise der US-amerikanischen Rock-/ bzw. Popszene, der er «ästhetische Unbeweglichkeit» attestiert. Die FG dienen hier als Beispiel einer Band, die den Erfolg verdienen würde, die aber nur in England und nicht in der Heimat zu Ehren käme (S. 129).
Curt-Albert Schweitzer und Peter Holluch (1980) erwähnen die Flamin’ Groovies in einem Aufsatz zur San Francisco Szene nach den Hippiejahren. Sie würdigen die Flamin’ Groovies als Band, die entgegen dem Trend der Zeit simple Pop-Klänge pflegen und «von Platte zu Platte versuchten [...] authentischer zu klingen und die Stilvielfalt dieser Gattung zu einem Ganzen zusammenzuschmelzen» (S. 142).

Im selben Sammelband von Tibor Kneif mit dem Titel «Rock in den 70ern» (Kneif, 1980), werden die Flamin’ Groovies ein drittes Mal in einem Rückblick auf die New Wave von 1975-79 genannt (Doebeling, 180). Im Rahmen einer geschichtlichen Abhandlung von Powerpop und New Wave werden die Flamin’ Groovies zusammen mit den Wackers und Big Star genannt – das sind Bands, deren musikalischer Erfolg viel grösser sei als der kommerzielle. Der musikalische Erfolg besteht im Einfluss auf die entstehende New Wave Szene, wie Doebeling schreibt (S. 249).

Fazit: Die Flamin’ Groovies waren von Anfang an nostalgische Anachronisten. Sie waren eine Band, die partout nicht mit der Zeit gehen wollte, sondern am Ideal von 60er-Jahre-Powerpop-Musik festhielt, einem «greasy, bluesy, rock & roll dashed with a liberal sprinkling of British Invasion panache» wie es John Dougan in der AllMusic-Biografie schreibt.

Modus: Act-Discog

Releases (9)

Songs (2) [P]

Literatur (2)

Ausgelesene Interpreten

Ausgelesene Songwriter/-innen

Ausgelesene Produzenten

Ausgelesene Autor/-innen

Ausgelesene Regisseur/-innen von Videos

Weitere Namen aus der Geschichte der modernen Musik