Nirvana Unplugged In New York

MTV Unplugged in New York“ ist ein Live- Album der amerikanischen Grunge- Band Nirvana. Es wurde am 18. November 1993 aufgezeichnet und weltweit im Fernsehen übertragen. Dieses Konzert war in verschiedener Hinsicht unglaublich und unerreichbar.

Nirvana gelang an diesem Abend mit einem One-Take ein brillantes 14 Song umfassendes Live- Album einzuspielen. Das Resultat gilt bis heute als wichtiges Zeitzeugnis. An diesem epischen Abend beteiligt waren Leadsänger und Gitarrist Kurt Cobain, Krist Novoselic am Bass und Akkordeon, Dave Grohl am Schlagzeug, sowie die Gastmusiker Pat Smear an der Gitarre, Cris Kirkwood an Bass und Gitarre, Curt Kirkwood an der Gitarre und Lori Goldston am Cello. Fertig produziert wurde dieses Meisterwerk von Scott Litt und Alex Coletti in den Sony Music Studios in New York City. Das offizielle Erscheinungsdatum war der 1.11.1994 auf dem Label Geffen Records.

Es ist ein Wunder, dass dieses Konzert überhaupt realisiert werden konnte. Zum einen entstanden diese Aufnahmen wenige Monate vor Kurt Cobains Tod am 5. April 1994 und zum anderen war das Verhältnis von Nirvana zum Mainstream von Ambivalenz geprägt. Die Band bewegte sich in einem Spannungsfeld von Punk-Philosophie und Rock ’n‘ Roll- Lebensstil, wollte aber nicht auf kommerziellen Erfolg verzichten. Kurt Cobain hatte zu Beginn seiner Karriere das deutliche Ziel vor Augen, Rockstar zu werden. Dennoch nutzte er häufig die Gelegenheit, seine Verachtung für die Musikindustrie und sein Publikum auszudrücken. Regelmässig zerstörten die Mitglieder von  Nirvana ihre Instrumente, das Inventar oder beschimpften und bespuckten ihr eigenes Publikum. Sie versuchten oft, mit den herrschenden Konventionen im Musikgeschäft zu brechen. Kurt Cobain gelang es immer mehr, sich als Antiheld zu inszenieren. Umso erstaunlicher wirkt in diesem Kontext ein solch zartes und braves Konzert auf MTV. Man wird den Verdacht nicht los, dass Nirvana von ihrem Management für diesen Anlass gezähmt werden mussten. Als Protest könnte man den Umstand betrachten, dass sie überwiegend weniger bekannte Stücke spielten. Mit Come as You Are war nur ein richtiger Hit der Band vertreten. Ergänzend zu eigenen Werken sind ausserdem Coverversionen von David Bowie, Meat Puppets, Leadbelly und The Vaselineszu hören.

Das Bühnenbild an diesem Abend war grotesk: Im Nachhinein erscheint es als hätte Nirvana die eigene Beerdigung der Band inszeniert. Sitzende Zuschauer, Lilien und Kerzenständer sorgten für eine mystische Stimmung im Saal. An diesem Abend gelang dieser lauten, wütigen Band ein Stück Musikgeschichte zu schreiben, indem sie ganz ohne ihre agressive Bühnenshow auskamen. Als Novoselic sein Akkordeon packt und an der Seite von Lori Goldstons Cello die Melodie zu „Jesus Doesn’t Want Me For A Sunbeam“ anspielt, kreieren sie die harmonischsten Klänge, die die Band je hervorgebracht hat. Cobain bewegte sich in einer Art musikalischen Zwischenwelt. Mit ergreifenden Passagen gelang es ihm seine zerbrechliche Seele gegen aussen zu tragen. Seine eindringliche Stimme tönte an diesem Abend aussergewöhnlich kraftvoll und gleichzeitig sehr verletzlich. Einzelne Passagen rühren zu Tränen oder beunruhigen zu tiefst, wie im letzten Lied „Where Did You Sleep Last Night“. Es wirkt bedrückend ironisch ihn Zeilen singen zu hören wie “I swear I don’t have a gun” und “Don’t Expect Me To Die,” wenn man daran denkt, was tragischerweise wenige Monate nach dieser legendären Performance geschehen ist.

 

Albumkritik: Kina Grannis; „Elements“, (2014)

Kina Grannis – Elements Cover

Mit dem im Mai 2014 erschienenen Album „Elements” steht uns bereits das fünfte Album der US-amerikanischen Singer-Songwriterin ins Haus. Der in unseren Breiten leider immer noch recht unbekannten Kalifornierin gelang ihr Durchbruch bereits im Jahre 2010 mit ihrem ersten major release Album „Stairwells”, zuvor hatte Sie bereits über ihren Youtube Kanal auf sich aufmerksam gemacht und 3 kleinere Alben in Eigenregie veröffentlicht.
Das neue Album „Elements” kommt im ersten Teil popiger daher als dies noch bei Stairwells“ der Fall war. Die Stücke zeichnen sich durch eine größere Bandbreite an Instrumenten und eine aufwendigere Produktion und Mischung aus. Dennoch bleibt Sie Ihrem Stil und ihrer musikalischen Handschrift treu. Die popigen Stücke des ersten Teils des neuen Albums und die gefühlvollen Akustikballaden gegen Ende bilden eine harmonische und runde musikalische Einheit. Exemplarisch für diese neue popigere Kina seien hier Song wie „The Fire” oder „My Dear” genannt aber auch Freunde der ruhigen Töne kommen mit Songs wie „Write it in the Sky” oder „My Own” voll auf Ihre Kosten. In „Elements” versteht Sie es erneut den Hören mit Ihrer einzigartigen Stimme, welche sich durch ihre Leichtigkeit und Färbung auszeichnet, in ihren Bann zu ziehen. Diese Stimme mit den lyrischen ja fast schon poetischen Texten in Verbindung mit gefühlvoller und authentischer Gitarrenmusik lädt den Hören zu träumen ein und macht „Elements” zu einem außergewöhnlichem Album und zum perfekten Soundtrack für verregnete Sonntagnachmittage.

You’ve got the Love – eine Erfolgsgeschichte

Kraftvoll und energiegeladen erklingt Florence Welch‘s Stimme mit den Worten ‚Sometimes I feel like throwing my hands up in the air I know I can count on you‘. Durch den spärlichen Einsatz von Instrumenten kann sich Welch’s gewaltiges Stimmvolumen gleich zu Beginn vom Lied „You’ve got the Love“ entfalten. Die volle Wucht des Songs bricht aber erst mit dem breiten Spektrum an musikalischer Begleitung auf den Hörer ein. Der Chor im Hintergrund in Kombination mit Florence Welch’s Stimme behaftet das Lied mit einer majestätischen Note. Der Song hat teils sogar etwas Überladenes und Pompöses an sich. Dies wird durch eine Harfe aufgelockert, die immer wieder das gleiche verspielte Motiv in verschiedenen Variationen aufnimmt.

Kaum einer hätte gedacht, dass „You’ve got the Love“ ursprünglich überhaupt nicht aus Florence Welch’s Feder entsprungen ist – mit einer solchen Perfektion hat sie es verstanden, sich das Lied zu eigen zu machen. Die Originalversion stammt von Candi Staton aus dem Jahr 1986 und ist nie offiziell erschienen. Der Song mit dem Namen „You got the Love“ wurde im Rahmen eines Dokumentarfilms produziert. Als sie im Jahr 1991 von der Band The Source angefragt wurde, um den Song neu aufzunehmen, konnte sie sich im ersten Moment gar nicht mehr daran erinnern ihn jemals eingesungen zu haben. „Then I got off the phone and realised it was the one from the diet video!“, hat sie im Nachhinein erzählt. Die Neuaufnahme mit The Source war ein Hit, erreichte Top 5 in den UK Charts und wurde diverse Male geremixed bevor Florence + the Machine den Song 2009 in neuem Glanz erstrahlen liessen.1

http://www.youtube.com/watch?v=B7yn6spOAFI

Daraufhin entstand der Remix von The XX nachdem diese im September 2009 mit Florence + the Machine gemeinsam auf Tour waren und feierte einen nicht minder grossen Erfolg.2 Die beiden jungen Künstler von The XX schufen ihre eigene Version vom Song. Dabei blieben auch sie ihrem Stil durchgehend treu – die saften Stimmen wechseln sich ab, verweben sich zu einer harmonischen Einheit, begleitet von einem gleichförmigen, rhythmisch pulsierenden Beat. Aber auch Elemente vom Florence + the Machine Cover sind geschickt in den Song eingebettet, wie z.B. Welch‘s unverkennbare Stimme und Harfenklänge.

2010 erfuhr der  Song „You’ve got the Love“ einen erneuten Aufschwung mit dem Mash-Up von der Florence + the Machine Version mit „Dirtee Cash“ von Dizzee Rascal. Das Mash-Up belegte sogar Platz 2 der englischen Charts und übertrumpfte damit alle bisherigen Erfolge.3

http://www.youtube.com/watch?v=Zixflls232M

Paulo Nutini: Caustic Love (2014)

Albumcover: Paulo Nutini: «Caustic Love».(2014)

Mit seinem dritten Album „Caustic Love“ wagt sich der 27-jährige Schotte, Paulo Nutini, der als grosses Nachwuchstalent gehandelt wird, weg von der Pop Musik, weiter in Richtung Rock, Funk, Soul und R’n’B. Noch mehr als bei den vorhergehenden beiden Alben kämen hier Nutinis einzigartige Qualitäten als „Soulman“ hervor, schreibt der britische Independent. Mit dem ersten Song des Album „Scream“ ist ein rauhes, aber mit Leidenschaft gesungenes Liebeslied entstanden, das stark an den muskulösen Funk von James Brown oder Sly Stone erinnert.4 Nutini verkündet im Song mit seiner tiefen, heiseren Stimme, der er mitunter seinen Ruhm verdankt, dass ihm für eine Frau wie diese nur die Worte „Halleluja“ zu rufen bleiben.

Die Faszination für Frauen ist aber, anders als bei James Brown, nicht das Hauptthema bei Nutini. „Caustic Love“ beschreibt die Liebe auch im weiteren Sinne. Die inbrünstig gesungene Ballade „Iron Sky“ etwa, in welche Nutini eine Rede aus Charly Chaplins Film „Der grosse Diktator“ einbaut, ist ein eindringlicher Appell für Frieden, der, gerade in der heutigen Zeit, richtig unter die Haut geht. Nicht umsonst bezeichnete der englische Radiosender BBC Nutini im Juli 2014 als „arguably Scotland’s biggest musician right now“.Es tut gut, am öden Pop-Himmel wieder einen Stern zu sehen, der nicht nur oberflächlich glänzt.

Lana Del Rey: «Video Games»

Lana Del Rey, geborene Lizzi Grant, sorgte im August 2011 bereits mit ihrem ersten online präsentierten Video «Video Games» für einen grossen Hype um sie. In der Folge wurde angekündigt, dass ihr Debütalbum Anfang 2012 erscheint, das Publikum wartete mit grosser Begeisterung darauf. Durch Del Reys Auftritt an der «Saturday Night Live» Show wurde die Spannung noch gesteigert. Darüber hinaus war sie die zweite Sängerin, die in dieser Sendung auftrat, bevor ihr Album veröffentlicht wurde. Lana Del Reys Debütalbum «BORN TO DIE» erreichte in vielen europäischen Ländern und in den U.S.A einen Top-Platz und hat sich zudem weltweit gut verkauft.5

Die Geschichte um Lana Del Rey war eine gut durchdachte PR-Kampagne. Zu ihren Produzenten werden Eg White und Guy Chambers gezählt, sie verhalfen unter anderem Adele und Robbie Williams zu ihrem Erfolg.6 Demzufolge hat die Story hinter dem Label «Lana Del Rey» einen kommerziellen Anstrich. Jedoch lassen sich gewisse Widersprüche finden, wenn ihr erstes Video «Video Games» analysiert wird. Der Widerspruch besteht darin, dass zwar die Kommerzindustrie dahinter steckt, jedoch wird dies aufgrund der kreativen und individualistischen Inszenierung relativiert. Es ist «das erste Instagram-Foto, welches Musik machte».7 Somit stellt dieses Video einen Kontrast zu üblichen Mainstream-Videos anderer moderner Sänger dar, und dies unterstreicht ihren künstlerischen Anspruch, für den Del Rey zu Beginn stark bewundert wurde. Bei ihrem späteren Video «Born To Die» wurde sie für eine Abweichung kritisiert, weil es zu ihrem ursprünglich nonkonformen Image nicht passte.8

Im Video «Video Games» werden Retro-Aufnahmen benutzt, die Atmosphäre der originalen Vergangenheit geht darin auf. Lana wird in ihrem glamourösen 60er-Jahre-Look präsentiert, lacht nie und ihre Femme-Fatale-Attitüde wirkt auf mich authentisch. Die Stimme ist sinnlich, tief, melancholisch, «unterlegt […] mit dezenten Streichern und verträumten Samples».9 Das ganze Video wirkt wie ein Home-Kurzfilm, welcher mittels einer Handkamera aufgenommen wurde, und gibt mir Einblicke ins Leben von fremden Leuten unter anderem auch von Stars, welche wie wir auch stolpern können.


Lana Del Rey: «Video Games». Text und Musik: Lana Del Rey und Justin Parker. Youtube Video: http://www.youtube.com/watch?v=cE6wxDqdOV0 (Abgerufen: 16. Oktober 2014)

Tupac Amaru Shakur: Changes

Tupac Amaru Shakur, einer der berühmtesten afroamerikanischen Rapper der USA, wird im Alter von 25 Jahren getötet. Auf der Heimfahrt, nach einem besuchten Boxkampf, werden er und sein Manager im Auto von mehreren Schüssen getroffen. Sechs Tage danach verstirbt Tupac an seinen Verletzungen. Die Tat bleibt bis heute ungeklärt. Vermutet wird jedoch, dass Tupac ein Opfer des sogenannten East-Coast vs. West-Coast-Konfliktes wurde.10

In vielen seiner Lieder rappt Tupac über die schwierige Lebenssituation der Schwarzen sowie die Rassendiskriminierung in den USA. Er hinterlässt viele unveröffentlichte Lieder, Gedichte und Demo-Tapes. Eines davon ist „Changes“, welches zu einem seiner grössten Hits wird. Anders als in den „typischen“ Rapliedern ist „Changes“ nicht nur ein Sprechgesang, es wird von einer Klaviermelodie sowie einem Backvocal begleitet. Dies könnte einer der Gründe sein, weshalb das Lied solch einen Erfolg einbrachte und eine breitere Masse erreichte. „Changes“ ist eine Art Neuauflage von Bruce Hornsby’s „the way it is“.11

In „Changes“ rappt Tupac über sein eigenes Leben, über Armutsverhältnisse und über die Polizeibrutalität gegenüber der schwarzen Rasse. Tupac ist einer der weniger Rapper in dieser Zeit, welcher seine eher kriminelle Lebensweise in seinen Texten offen wiedergibt. Im Text gibt er zu erklären, wie die Kriminalität, auch als Anspielung auf seine eigenen Taten, auf die ärmlichen Verhältnisse der Afroamerikaner in den USA zurückzuführen ist. Denn seiner Meinung nach hätte er nie eine kriminelle Tat begangen, wäre er nicht dazu gezwungen gewesen: „My stomach hurts, so I’m lookin‘ for a purse to snatch“.12

Die Botschaft, welche Tupac seinen Rezipienten in einem ersten Eindruck vermittelt, ist, dass es auch in den Händen der Schwarzen liegt etwas an der schlechten Situation zu ändern. Die Leute sollen Mut fassen und er versucht ihnen mit seinem Text diesen Mut zu geben. Denn im Refrain verdeutlicht er mit den Worten „That’s just the way it is“, dass die Afroamerikaner ihre Situation zu akzeptieren haben, falls sie ihre alte Lebensgewohnheiten nicht aufgeben.

 

MGMT (2010): Congratulations

Würde die sich Geschichte ein weiteres, unzähliges Mal wiederholen?

Eine Band schiesst mit ihrem Debutalbum an die Spitze und ins Bewusstsein einer breiten Masse. Anschliessend lässt sie sich mit dem Nachfolgewerk Zeit und enttäuscht das (breite) Publikum. Es stimmt, dass «Congratulations» insgesamt weniger zugänglich ist als sein Vorgänger und auch weniger radiotaugliche Songs wie damals «Kids» oder «Time to Pretend» aufweist. Aber genau dies ist zugleich eine Chance. Die Unterschiedlichkeit der Songs ist nicht kleiner geworden. «Song for Dan Treacy» beispielsweise erinnert in seiner Form an die Pixies. Textmässig macht Andrew VanWyngarden im Psychedelic Rock des 21. Jahrhunderts so schnell niemand etwas vor, auch wenn er selbst betont, wie schwierig es heutzutage ist, psychedelische Musik zu schreiben.

Bei ihrer ersten Singleauskoppelung «Flash Delirium» ist der Name Programm. Das Lied kann durchaus als gut vierminütigen psychedelischen Trip angesehen werden, wobei allerdings viele Einflüsse reinspielen, wie Doo-Wop oder Rock ’n’ Roll. Ben Goldwasser bedient sich der Orgel und dem Piano.

Cover der Single "Siberian Breaks"

Cover der Single „Siberian Breaks“. Wikipedia-Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/c/c6/Siberian_breaks_single.JPG (Abgerufen: 10. Oktober 2014)

«Siberian Breaks» stellt bei einer Dauer von über zwölf Minuten mit Abstand den längsten Song des Albums. Dabei besteht er aus mehreren Liedern, die in eines gepackt werden. Das Albumcover wurde zudem von «Siberian Breaks» inspiriert. Stichwort hier ist der Surfer. VanWyngarden bezeichnet als Thema des Liedes Surfen im arktischen Russland. 13 «Congratulations» als Abschluss ist der vielleicht zugänglichste aller Songs und wird so einen Teil der Hörerschaft versöhnlich stimmen, zumal er weich und sanft daherkommt. Damit stellt er einen perfekten Abschluss in einem sehr gelungenen Zweitling dar. Mit erhobenem Mittelfinger zeigt MGMT so in Richtung Mainstream.


MGMT: Text und Musik: Andrew VanWyngarden und Ben Goldwasser. Youtube Video: http://www.youtube.com/watch?v=abGKohswrvk (Abgerufen: 8. Oktober 2014)

Neutral Milk Hotel – In the Aeroplane over the Sea (1998)

"In the Aeroplane over the Sea"

„In the Aeroplane over the Sea“ ist das zweite und somit (vorerst) letzte Album der amerikanischen Indierockband Neutral Milk Hotel. Es erschien 1998. Die Band ist Teil der Elephant 6 Recording Company, einer Gruppe von Freunden, welche alle in musikalische Projekte involviert sind und sich dabei gegenseitig unterstützen.

Jeff Mangum, der Sänger der Band, benutzt den Namen Neutral Milk Hotel bereits seit 1991 für seine Veröffentlichungen. Der erste Release, die EP „Everything is“ von 1994, wurde von Mangum mit Freunden – unter anderem Bill Doss und Will Cullen Hart, die später die befreundete Band The Olivia Tremor Control gründeten, bei welcher Mangum zu Beginn auch involviert war – zu Hause auf einem Four-Track Recorder aufgenommen und von seinem guten Freund Robert Schneider (Sänger der Apples in Stereo) produziert. Zu dieser Zeit experimentierte Mangum noch mit Tape Loops und Noise, was der EP anzuhören ist. Das erste Album „On Avery Island“ folgte 1996. Auch hier existierte noch keine eigentliche Band, das Album ist in erster Linie eine Zusammenarbeit zwischen Mangum als Singer/Songwriter und Schneider als Produzent. Aufgenommen wurde mit Freunden aus dem Elephant 6 Collective in Schneiders Pet Sounds Studio (benannt nach dem 1966 erschienen Beach-Boys-Album). Erst nach der Veröffentlichung von „On Avery Island“ wurde eine „richtige Band“ begründet, um mit dem Album auf Tour zu gehen. Die Mitglieder rekrutierte Mangum aus anderen Elephant 6 Bands, Scott Spillane (Trompete und anderes) von The Gerbils, Julian Koster (Bass, Banjo, Akkordeon und anderes) von The Music Tapes und Chocolate, USA; ausserdem Jeremy Barnes (Schlagzeug), welcher später A Hawk and a Hacksaw und Bablicon gründete und auch auf dem ersten Beirut Album zu hören ist. Mit dieser Band nahm Mangum zwei Jahre später „In the Aeroplane over the Sea“ auf.14

„In the Aeroplane over the Sea“ ist ein sehr persönliches, wenn auch nicht biographisches Album. Oft wird das Album mit dem Wort Kaleidoskop beschrieben, denn es ist eine Ansammlung von Bildern, Gedanken und Assoziationen aus Mangums Leben. 15 Das musikalische Resultat ist surrealistisch, kryptisch und oft gegensätzlich. So beginnt das Album mit einem Lied über die Kindheit des „King of Carrot Flowers“, welches Anspielungen auf Sex und Kannibalismus enthält. In „Two-Headed Boy“ geht es um einem zweiköpfigen Jungen, der in einem Glas in einem Labor eingeschossen ist und an das Glas klopft, um herausgelassen zu werden, nur um am Ende des Albums, in „Two-Headed Boy, Part 2“, wieder allein gelassen zu werden. Immer wieder gibt es auch sexuell aufgeladene Bilder, wie z.B. die spermienbefleckten Berggipfel in „Communist Daughter“. Neben Sex ist aber auch der Tod ein zentrales Thema, welcher durch Anspielungen auf den zweiten Weltkrieg und Anne Frank (als Geist wie auch als lebende Person) allgegenwärtig ist. Auch zeitlich spielt das Album zwischen Gegenwart und Vergangenheit, in „Oh Comely“ wie auch in „Communist Daughter“ finden sich Anspielungen auf den zweiten Weltkrieg und auch Anne Frank taucht wieder auf, diesmal, um als spanischer Junge wiedergeboren zu werden, der ein brennendes Klavier spielt („Holland, 1945“). Die Songs des Albums sind so miteinander verwoben, dass es fliessende Übergänge von einem zum anderen gibt. Das Album wirkt so wie ein langes Musikstück. Eine Interpretation dieses Sammelsuriums an Kuriositäten ist schwierig und sollte wohl jedem Hörer selber überlassen werden. Für mich drücken die durch die Texte evozierten Bilder die Gleichberechtigung von Tod und Leben, Schönheit und Grauen, Vergangenheit und Gegenwart aus. Es wird einerseits das Leben gefeiert, andererseits wird aber auch die Unvermeidbarkeit des Todes akzeptiert.

Das Album wird getragen von Vocals, Gitarre, Bass, Schlagzeug und einer Vielfalt von Blasinstrumenten und erreicht damit einen Sound zwischen Rock und Folk. Es finden sich viele Effekte und Verzerrungen und die Lieder schwanken so stets zwischen harmonischen Arrangements und disharmonischem Noise, was mit den surrealistischen Lyrics Hand in Hand geht. Die Produktion erinnert durch die Wall-of-Sound-Technik an den Baroque-Pop, welche die Beach Boys in den 1960ern mit „Pet Sounds“ prägten, ist gleichzeitig aber Lo-Fi und tönt so auch wie die bekannten Vertreter des Indie-Rock der 1990er, wie z.B. Pavement und Dinosaur, Jr. Damit schafft es Schneider, das Album gleichzeitig klassisch und zeitgemäss klingen zu lassen. Diese Dualitäten, sowohl in den Lyrics als auch auf musikalischer Ebene, machen das Album äusserst spannend und bis zum heutigen Tage relevant.

Mangum spielte nach dem Release nur noch wenige Shows und verschwand bald komplett von der musikalischen Bildfläche. Er litt an einem Nervenzusammenbruch und pausierte einige Jahre mit musizieren. Seit 2012 sind Neutral Milk Hotel wieder zusammen auf Tour und arbeiten an einem neuen Album.

https://www.youtube.com/watch?v=b3Bx1s8Nus8

Notes:

  1. http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/features/story-of-the-song-youve-got-the-love-florence–the-machine-2008-2075153.html (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
  2. http://www.in78s.ch/2010/03/07/die-story-hinter-florence-and-the-machines-youve-got-the-love/ (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
  3. http://www.in78s.ch/2010/03/07/die-story-hinter-florence-and-the-machines-youve-got-the-love/ (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
  4. Gill, Andy: Rezension zu Nutini: Caustic Love. In: The Indipendent: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/reviews/album-reviews-paolo-nutini-kelis-the-afghan-whigs-rodney-crowell-mayra-andrade-smoke-fairies-9255217.html (Abgerufen: 16.Oktober 2014)
  5. Collar, Matt: Lana Del Reys Biography. In: AllMusic:
    http://www.allmusic.com/artist/lana-del-rey-mn0002784799/biography_ (Abgerufen: 13. Oktober 2014)
  6. Menzl, Mathias: Rezension zu Lana Del Rey: Image gone wrong. In: 78s:
    http://www.78s.ch/2012/01/26/lana-del-rey-image-gone-wrong/_ (Abgerufen: 13. Oktober 2014)
  7. ebenda
  8. ebenda
  9. ebenda
  10. http://www.sputnikmusic.com/review/7464/2Pac-Greatest-Hits/ (Abgerufen: 5. Oktober 2014)
  11. artofrap.weebly.com/tupac-shakurs-changes-analysis.html (Abgerufen: 5. Oktober 2014)
  12. artofrap.weebly.com/tupac-shakurs-changes-analysis.html (Abgerufen: 5. Oktober 2014)
  13. Goodman, William: Q&A: MGMT’s Andrew VanWyngarden. In: SPIN: http://www.spin.com/articles/qa-mgmts-andrew-vanwyngarden/?page=0%252C1 (Abgerufen: 10. Oktober 2014)
  14. Cooper, 2005.
  15. http://pitchfork.com/reviews/albums/5758-in-the-aeroplane-over-the-sea/

Yo no sé mañana: Luis Enrique (2009)

Luis Enrique Mejía López, aus Nicaragua, ist Komponist und Sänger.16 Er gilt als einer der ersten Pioniere der romantischen „salsa sensual“ in den 1980er.17 Während die klassische Salsamusik noch soziale Untertöne enthält und politische Botschaften vermittelt, entwickelte sich die Salsa romántica/sensual zu Liebesballaden. Vor allem übten Latin Pop und Rock Einflüsse darauf.18
Luise Enriques Album Namens „Ciclos“ beinhaltet das Lied „Yo no sé mañana“, welches – wie vorhin schon angedeutet – eine Liebesgeschichte erzählt. Der Titel drückt die Unsicherheit des Erzählers über den nächsten Tag, über die Zukunft aus. Genauer gesagt handelt es sich um die Unsicherheit seiner Liebe zu seiner Geliebten, weshalb er einfach den Moment geniessen will. Womöglich appelliert er damit auch ein wenig an den Hörer.

Das Lied beginnt sanft, wodurch sich dieser Stil auszeichnet, und wird im Refrain rhythmischer. Erst ab der vierzigsten Sekunde setzt der typische 4/4-Takt der Salsamusik ein.

Das Lied, welches zur Nummer eins der Tropical Songs in den USA gekürt wurde, kann nach fünf Jahren der Veröffentlichung immer noch Musikliebhaber dieses Stils dazu verleiten das Tanzbein zu schwingen.

Notes:

  1. http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/features/story-of-the-song-youve-got-the-love-florence–the-machine-2008-2075153.html (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
  2. http://www.in78s.ch/2010/03/07/die-story-hinter-florence-and-the-machines-youve-got-the-love/ (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
  3. http://www.in78s.ch/2010/03/07/die-story-hinter-florence-and-the-machines-youve-got-the-love/ (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
  4. Gill, Andy: Rezension zu Nutini: Caustic Love. In: The Indipendent: http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/reviews/album-reviews-paolo-nutini-kelis-the-afghan-whigs-rodney-crowell-mayra-andrade-smoke-fairies-9255217.html (Abgerufen: 16.Oktober 2014)
  5. Collar, Matt: Lana Del Reys Biography. In: AllMusic:
    http://www.allmusic.com/artist/lana-del-rey-mn0002784799/biography_ (Abgerufen: 13. Oktober 2014)
  6. Menzl, Mathias: Rezension zu Lana Del Rey: Image gone wrong. In: 78s:
    http://www.78s.ch/2012/01/26/lana-del-rey-image-gone-wrong/_ (Abgerufen: 13. Oktober 2014)
  7. ebenda
  8. ebenda
  9. ebenda
  10. http://www.sputnikmusic.com/review/7464/2Pac-Greatest-Hits/ (Abgerufen: 5. Oktober 2014)
  11. artofrap.weebly.com/tupac-shakurs-changes-analysis.html (Abgerufen: 5. Oktober 2014)
  12. artofrap.weebly.com/tupac-shakurs-changes-analysis.html (Abgerufen: 5. Oktober 2014)
  13. Goodman, William: Q&A: MGMT’s Andrew VanWyngarden. In: SPIN: http://www.spin.com/articles/qa-mgmts-andrew-vanwyngarden/?page=0%252C1 (Abgerufen: 10. Oktober 2014)
  14. Cooper, 2005.
  15. http://pitchfork.com/reviews/albums/5758-in-the-aeroplane-over-the-sea/
  16. Wikipedia. http://de.wikipedia.org/wiki/Luis_Enrique_Mej%C3%ADa_López (Abgerufen: 6.10.2014)
  17. Gutierrez, Evan C. http://www.allmusic.com/artist/luis-enrique-mn0000315104/biography (Abgerufen: 6.10.2014)
  18. http://ilivesalsa.com/blog/salsa-blog-2/salsa-music/the-styles-of-salsa-music (Abgerufen 6.10.2014)

Lebanon Hanover: Hall of Ice

lebanon hanover

Die englische Band Lebanon Hanover, ein Duo bestehend aus Larissa Iceglass and William Maybelline, spielt reduzierten minimalistischen Electropop, der an den New Wave der frühen Achtziger verweist: ein simpler Beat der Drum-Maschine, ein geradliniger Bass, dezent eingesetzte Gitarren- und Synthie-Melodien und dann die hypnotische tiefe Stimme von Iceglass und teilweise auch von Maybelline. Die Texte alterieren zwischen Englisch und Deutsch und handeln meist von romantischer Liebe und Todessehnsucht, von Selbstentfremdung und einer Abkehr vom modernen Leben. Die Beiden inszenieren sich auf Fotos und in den Videoclips als Liebespaar, wobei sie die klassischen Geschlechterrollen umdrehen. Iceglass stellt sich als die dominantere Partnerin dar, der schöne Maybelline als das erotische männliche Objekt. Immer wieder finden sich in den Videos Bezüge zur Natur, zu nächtlichen Wäldern, zum nordenglischen Strand am Meer, zu eisig-kalten Landschaften des europäischen Nordens. Auch hier wird auf eine romantische Tradition Bezug genommen, die als gothic bezeichnet wurde, die auf die amerikanische Literatur des gothic horror und schliesslich auf die deutsche Romantik des frühen 19. Jahrhunderts hinweist. Somit ist es sehr passend, dass Lebanon Hanover sich immer wieder der deutschen Sprache bemächtigen. Mit ihrer Retro-Ästhetik distanzieren sich die beiden von überproduzierten lauten lärmigen Pop-Produktionen der letzen Jahre. Es wird eine Nostalgie geweckt, eine Suche nach dem Wesentlichen evoziert, die als Gegensatz zur kritiklosen Konsumgesellschaft postuliert wird. „Nostalgia is negation, sadness is rebellion. In a world of cruel and simple minds may teardrops be our revolution“, heisst es im Lied „Sadness is Rebellion“.

Das Duo wurde 2010 in Sunderland gegründet, zeitweise lebten Iceglass und Maybelline in Berlin und Bochum. Auf dem griechischen Label Fabrika Records sind bereits drei Langspielplatten erschienen, „The World Is Getting Colder“ (2012), „Why Not Just Be Solo“ (2012) und „Tomb for Two“ (2013).

Auf „Tomb for Two“ enthalten ist das Stück „Hall of Ice“, dass eines der besten Lieder von Lebanon Hanover ist. Der Minimalismus ist hier perfektioniert, es entsteht eine frostige räumliche Atmosphäre, die mit dem Einsetzen der hallenden Stimme für Gänsehaut-Stimmung sorgt. „If it’s not possible to change people’s minds, we might as well just spin on ice, spin around until we die“, singt Iceglass. „Please go out with me tonight, far away from the streetlights, i need you in the hall of ice. Ich möchte mich mit dir verlaufen, ich möchte eiskunstlaufen.“ Hier findet sich die gesellschaftliche Kritik, die Sehnsucht nach Veränderung und die Unfähigkeit der Veränderung, das Gefühl der emotionalen Kälte, des Alleinseins, die Suche nach Nähe zu jemand anderen. Gleichzeitig kommt durch das Bild des gemeinsamen Eiskunstlaufen auch Sarkasmus und Selbstironie zum Ausdruck.

Im Videoclip zu „Hall of Ice“ des Chilenen Diego Barrera wird eine schwarzweisse extrem überbelichtete Waldlandschaft mit zwei engelhaften androgynen Figuren dargestellt. Die eine trägt eine Art Heiligenschein, die sie später von sich entfernt, die andere eine Dornenkrone, aus der sie blutet. Auch hier wird eine jenseitige Welt des Todes angedeutet. Barrera beschreibt selbst den Videoclip als eine Darstellung einer Konfrontation, einer Kritik religiöser Bildnisse, die der Indoktrination sozialer Normen dienen.  Gleichzeitig soll der Clip für mehr Toleranz und für die Verbindung zum Weiblichen und zur Erotik plädieren. Der Hermaphrodit symbolisiert die Verbindung der männlichen und weiblichen und sonstige kulturelle Gegensätze, mit dem Ausriss der Dornen wird eine Katharsis dargestellt. Es gehe darum, revolutionäre Mechanismen zu entwickeln, den Verstand zu öffnen und die soziale Konditionierung zu bekämpfen.

Schliesslich fehlt im Videoclip Barreras die gewisse Selbstironie, die in den meisten Liedern Lebanon Hanovers und in einigen anderen Clips zum Ausdruck kommen. Der Song „Hall of Ice“ kann hier jedoch, obwohl dies wahrscheinlich der falsche Begriff ist, wärmstens empfohlen werden.

Andrej Popov

https://www.youtube.com/watch?v=1D5zUhmNarQ
http://lebanonhanover.bandcamp.com/

Notes:

  1. http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/music/features/story-of-the-song-youve-got-the-love-florence–the-machine-2008-2075153.html (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
  2. http://www.in78s.ch/2010/03/07/die-story-hinter-florence-and-the-machines-youve-got-the-love/ (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
  3. http://www.in78s.ch/2010/03/07/die-story-hinter-florence-and-the-machines-youve-got-the-love/ (aufgerufen am 22. Oktober 2014)
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